Tagebuch & Notizen

Pascale A.



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- Interviews

Eintrag 1138 / Interview 9

Mai 2017

Hallo Pascale, Dein letztes Interview war im Oktober 2014. Es ist schön, dass es wieder ein Interview mit Dir gibt: Bitte, immer wieder gern.

Wohnst Du noch in Neukölln? Nein. Ich habe aus der Not heraus nach meinem Wegzug aus Siegen für über 1,5 Jahre bei meiner Schwester und meinem Schwager in Neukölln gewohnt. Das ist kein Geheimnis. Anschließend lernte ich meine jetzige Ehefrau kennen und zog im Sommer 2016 zu ihr.

Du hast wieder geheiratet? Ja! Wir machten nach dem Kennenlernen gleich Nägel mit Köpfen und wollten beide relativ schnell heiraten. Da meine Frau und ich eine starke Affinität zur Ostsee haben, beschlossen wir in kleinem Kreis auf der Insel Usedom zu heiraten. Es war ein unvergesslich schöner Tag. Wir sind beide sehr glücklich!

Wie ist Dein beruflicher Werdegang in Berlin? Ich fand relativ schnell über eine Zeitarbeitsfirma den Einstieg in das Dienstleistungsgewerbe. Ich wurde als kaufmännischer Mitarbeiter in der Telefonie eingesetzt.

Durch eine Empfehlung gelang mir in einem Tochterunternehmen des Dienstleisters die Anstellung als "Sachbearbeiter in der Buchhaltung". Diese Tätigkeit übte ich 2 Jahre lang aus. Während dieser Zeit gewann ich die Klage gegen die Universität Siegen wegen diverser Ungereimtheiten in meinen letzten beiden Prüfungen. Ich durfte die Prüfungen wiederholen, habe diese aber leider nicht bestanden.

Obwohl es Schwierigkeiten mit dem Projekt gab, haben wir uns als Team sehr gut verstanden. Da einige Dienstleister eine gewisse Flexibilität benötigen, ist es nicht leicht vertraglich unbefristet zu werden. Mehr dazu könnt ihr im Eintrag 1080 in der Kategorie "Erlebnisse" nachlesen.

Anschließend war ich kurzeitig Debitor in einem großen KFZ-Haus. Diese Stelle hatte mir dankenswerterweise die Tochter meiner Frau verschafft. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort (Jobmesse) und durch gute Kontakte saß ich in der Buchhaltungsabteilung. Doch leider war die Anstellung aufgrund diverser Umstände nur kurzzeitig.

Nach nur einer Woche Arbeitslosigkeit fand ich eine gut bezahlte Anstellung in einer Zeitarbeitsfirma als kaufmännischer Mitarbeiter in der Buchhaltung / Forderungsmanagement. Ich werde bei Kunden der Zeitarbeitsfirma eingesetzt. Das ist der aktuelle Stand.

Warum hast Du die Zeitarbeit als Modell gewählt? Mir wurden von der "Bundesagentur für Arbeit" diverse Jobangebote von Zeitarbeitsfirmen zur Bewerbung vorgeschlagen. Ich musste mich auf diese Stellen bewerben. Natürlich bewarb ich mich auch auf andere Jobangebote, aber leider erfolglos.

Nun arbeite ich für eine Firma, die sich auf kaufmännische Fachkräfte spezialisiert hat. Die Löhne sind aus meiner Sicht sehr gut. Ich habe die Möglichkeit, mich bei einem Kunden zu präsentieren und meine beruflichen Fähigkeiten zu erweitern. Auch eine Übernahme ist nie ausgeschlossen. Die Alternative wäre die Arbeitslosigkeit gewesen.

Es ist jedoch eine stetige Herausforderung, sich immer wieder auf ein neues Umfeld einzustellen. Mein langfristiges Ziel ist eine unbefristete Anstellung ohne Zeitarbeit.

Wie geht es Deinem Sohn? Mein Sohn wohnt wieder in S. Diese weite Entfernung nach Berlin erlaubt es leider nicht, ihn freitags zu holen oder ihn teilweise bringen zulassen und sonntags wieder abzugeben. 

Zur Zeit besuche ich Leonard alle 2-3 Wochen in S. Wir beide haben eine starke emotionale Bindung und lieben uns sehr. Ich behaupte, dass die Vater-Sohn-Beziehung intakt ist, wenn man die trennungsbedingten Gegebenheiten mit berücksichtigt. Aufgrund meiner beruflichen Situation bin ich auf eine Betreuung angewiesen, wenn Leonard nach Berlin kommen möchte. Also kommt er dann, wenn ich Urlaub habe oder wenn meine Frau ein paar freie Tage am Stück hat.

Leonard und ich telefonieren jeden Abend. Das Telefonieren ersetzt natürlich nicht den Alltag, der für eine Vater-Sohn-Beziehung wichtig ist, aber ich versuche alles, um die negativen Begleiterscheinungen der Entfernung zu minimieren.

Womit spielt Leonard gern? Zur Zeit baut er gern mit kleinen Legosteinen Fahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge oder Raketen. Leo ist ein kreatives und phantasievolles Kind. Wir erzählen uns abends gegenseitig Gute-Nacht-Gesichten am Telefon. Natürlich spielt er auch gern mit Autos und bastelt, malt oder knetet, wie jedes andere Kind auch. Mehr könnt ihr in der Kategorie "Papazeit" nachlesen.

Hast Du Dich nach über 2,5 Jahren Berlin-Zeit wieder in dieser Stadt eingelebt? Ja! Ich erlebe eine dynamische Stadt, die sich extrem schnell verändert. Diese Dynamik habe ich während meiner ersten Zeit in Berlin (1974-1998) nicht in diesem Ausmaß wahrgenommen.

Wird sich Dein Blog verändern? Mein Blog existiert seit fast 10 Jahren. Wer mein Internet-Tagebuch regelmäßig liest, der wird feststellen, dass es optisch während der letzten Jahre nur wenige Änderungen gegeben hat. Mal wird eine neue Kategorie hinzugefügt, der Besucherzähler ausgetauscht oder mein Blog-Titelbild verändert. Wesentliche Änderungen sind mittelfristig nicht geplant.

Wer in Kurfassung die wichtigsten Neuigkeiten seit 2014 aus meinem Leben nachlesen möchte, dem empfehle ich die Kategorie "Lebenswendepunkte". Alles andere ist im "Blogwegweiser" nachzulesen.

Vielen Dank für das Interview: Bitteschön.
20.5.17 19:09


-Interview 8/Eintrag 667

Oktober 2014

Lieber Pascale, Dein letztes Interview war im Oktober 2011. Seit dieser Zeit hat sich in Deinem Leben viel verändert: Das kann man wohl sagen!

Ihr habt geheiratet und Euch wieder getrennt: Ja, das hatte ich im Blog bereits kurz erwähnt. 

Wie geht es Eurem Sohn? Es geht ihm gut. Seine KITA-Einführung verlief sehr positiv und er fühlt sich dort wohl. Leonard ist 3 Jahre alt geworden, er läuft, spricht und ist altersgerecht entwickelt.

Nach terminlicher Absprache hole ich ihn freitags nach Berlin und bringe ihn sonntags wieder nach D. Er muss sich noch an die neuen Abläufe gewöhnen, so schnell geht das nicht.

Du bist auch aus derjenigen politischen Partei ausgetreten, in der Du viele Jahre Mitglied warst? Ja, das stimmt. Es gab viele Dinge, die mich gestört haben, wie in der Kategorie "Lebenswendepunkte1 Teil 7" nachzulesen ist. Parallel zu den stattfindenden Veränderungen im Privatleben habe ich gleichzeitig mit Dingen in meinem Leben "aufgeräumt", hinter denen ich nicht mehr in dem Maße stehe, wie noch vor einigen Jahren. Ich habe mich weiterentwickelt und sehe vieles anders. So kam es zum Austritt.

Bist Du weiter politisch aktiv? Nein, ich bin nicht mehr aktiv. Ich bin und bleibe aber ein politisch denkender und interessierter Mensch.

Wie fühlt sich Dein neues Leben in Berlin an? Merkwürdig, so völlig anders als das Leben in Siegen. Ich habe unter der Kategorie "Lebenswendepunkte2" damit begonnen, über mein 2. Leben in Berlin zu berichten. 

Neben den organisatorischen Angelegenheiten, die es zu bearbeiten gilt, beginne ich in wenigen Tagen eine neue Bewerbungsoffensive. 

Ich sehe Berlin teilweise mit denselben, teilweise mit anderen Augen als in meiner Zeit von 1974-1998. Diese Stadt mit ihrer Zerrissenheit und ihren Widersprüchen passt im Moment irgendwie zu mir. So eine Trennung hinterlässt emotionale Trümmer, die ich nun Schritt für Schritt abtragen muss. Ob mir Berlin, die Stadt meiner Kindheit und Jugend, dabei helfen kann?

Vermisst Du Siegen? Ja, ein bisschen schon. Alles war dort für mich so vertraut. Ich habe dort seit 1998 gelebt, also 16 Jahre lang. 

Dennoch bleibt festzuhalten, das Siegen gedanklich immer nur ein "Zwischenstopp" war. Freunde und Kommilitonen kamen und gingen. Es gab nur wenige Bekannt- und Freundschaften, die bis 2014 andauerten, weil dann wieder jemand aus Siegen wegzog und man sich aus den Augen verlor.

Vielleicht "vermisse" ich Siegen deswegen etwas, weil ich mich an das Leben in Berlin noch gewöhnen muss. Man muss sich Zeit geben, an eine neue Umgebung zu gewöhnen.

Du hattest mal im Blog erwähnt, dass Du Dir auch vorstellen könntest, in D. zu leben? Ein Umzug nach D. ist mittelfristig immer noch ein Thema bzw. das Thema ist noch nicht ganz vom Tisch. Vieles hängt davon ab, wie sich mein Leben (berufstechnisch) in den kommenden Monaten entwickelt. Daher kann ich jetzt noch nicht abschließend sagen, ob ich in Berlin bleiben werde oder nach D. ziehe. Mein gedankliches Dilemma habe ich ausführlich unter "Lebenswendepunkte1 Teil 3, 4, 6 und 8" beschrieben.

Zur Zeit lerne ich D. intensiver kennen, denn ich bin i.d.R. an mindestens zwei Wochenenden im Monat dort, um Leonard zu holen und bringen. Ich versuche möglichst oft mit den günstigen Fernreisebussen zu fahren.

Welche Haarfrisur trägst Du zur Zeit? Eine (fast) Glatze. Ich habe mich mit der Haarschneidemaschine verschnitten und mich dann entschieden, mir eine Glatze zu schneiden. In wenigen Wochen wird mein Haar wieder so aussehen, wie gewohnt:-)

Welche Musik hörsts Du zur Zeit? Immer noch diesselbe Musik, wie vor 20 Jahren. And One, Depeche Mode, Pet Shop Boys & Co. 

Seit gestern liegt wieder das Album von Dave Gahan (Depeche Mode) und den Soulsavers "The light the dead see", in meiner CD-Anlage. Ein düsteres und langsames Rock/Blues/Gospel/Western- Album, das ich dringend empfehlen kann. Es ist für mich eines der besten Alben in diesem Genre, das ich kenne. Dieses Album baut in den meisten Liedern eine dunkele und schwere atmosphärische Wand auf, die mich zu erdrücken versucht. Diese musikalische Atmosphäre ist eine Sucht geworden.

Gibt es Neuigkeiten bezüglich Deines Blogs? Es gibt hin und wieder kleine Veränderungen, die unter "Neues im Blog" nachlesbar sind. Neu ist z.B. die Kategorie "Blogwegweiser".

Vielen Dank für dieses Interview: Bitte!

17.10.14 06:09


- Interview 7

Oktober/November 2011

Hallo Pascale! Gratulation zur Geburt Deines Sohnes: Vielen Dank!

Wie ist die Geburt verlaufen? Bei meiner Freundin waren die ersten körperlichen Symptome am 02.10. früh morgens spürbar. Die Geburt endete am 03.10., ebenfalls früh morgens. In diesen rund 24 Stunden ist viel passiert. Ich habe völlig neue Eindrücke gewonnen, die mein Leben verändert haben! Die Geburt ist ohne große Komplikationen verlaufen. Wir sind froh darüber, dass die Geburt am 03.10. stattfand, denn wer die Biographie meiner Freundin und mir kennt, weiß was ich meine.

Du warst also die ganze Zeit dabei? Ja, bis auf ganz kurze zeitliche Unterbrechungen. Niemand wusste, ob es in einer Stunde losgeht oder erst nach einem Tag. Daher bin ich fast die ganze Zeit im Krankenhaus geblieben. Ein sehr guter Freund von mir hat uns ins Krankenhaus gefahren und mich während des ganzen Tages ein oder zwei Mal durch die Gegend gegondelt, weil ich noch ein paar Sachen aus der Wohnung ins Krankenhaus bringen musste.

Welche neuen Eindrücke hast Du gewonnen? Und was genau hat sich durch diese Eindrücke in Deinem Leben verändert? Mir ist noch nie in meinem Leben bewusst geworden, das in einem Krankenhaus mit Geburtsstation Leben und Tod, Freude und Leid oder Hoffnung und Enttäuschung so dicht zusammenliegen. In der einen Ecke des Krankenhauses weinten einige Menschen ganz bitterlich, weil ein Anghöriger offenbar eine schlechte Diagnose bekommen hatte, aber wenige Meter weiter wurde heiter gelacht, weil ein Kind neu geboren wurde. Diese räumliche Nähe zwischen diesen extremen Gefühlswelten, die ein Mensch erleben kann, hat mich nachdenklich gestimmt und zutiefst beeindruckt, weil ich sie zum ersten Mal in dieser Form bewusst erlebt habe.

Dann stehst Du als Mann viele Stunden im Kreißsaal, hälst Deiner Freundin und der Mutter Deines Kindes den halben Tag die Hand und durchlebst mit ihr alle emotionalen Punkte einer Geburt. Auf einmal geht alles scheinbar ganz schnell. Hebammen, Schwestern und Ärzte rennen durch den Raum und nach einer Stunde schreit die Stimme Deines Kindes laut durch den Kreißsaal, das hat mich zutiefst berührt!

Wie hast Du die Stunden im Kreißsaal erlebt? Die Geburt selbst, also seit dem ich das kleine Köpfchen gesehen habe, war DAS schönste Erlebnis in meinem bisheringen Leben. Die Stunden vor der Geburt waren eher von "Sorge" geprägt, ob alles gut verläuft. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass ich als Vater im Kreißsaal dem Fachpersonal nur im Weg herumstehe. Egal an welcher Stelle des Raumes ich stand, nach ein paar Minuten wollte immer irgendjemand an ein Schrank oder Regal heran und ich musste mich immer von A nach B bewegen. Ich habe meine Freundin so gut es geht während der gesamten Geburtsphase unterstützt und ihr beispielsweise Wasser und Essen gereicht oder ihr die Hand gehalten. Natürlich durfte ich als Vater am Ende die Nabelschnur mit der Schere durchtrennen.

Und wie verliefen die Tage nach der Geburt? Meine Freundin und mein Sohn blieben noch ein paar Tage im Krankenhaus. Die ersten Tage zu dritt nach der Geburt waren natürlich eine Umstellung, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Alles im Leben wird neu definiert, bekommt eine andere Bedeutung und muss sich einpendeln. Inzwischen haben wir den gesamten Tagesablauf gut strukturiert und unserem Sohnemann angepasst. Die ersten Tage blieben wir zuhause, weil das Wetter regnerisch war. Wir gehen aber fast jeden Tag mit unserem Kind spazieren, wenn das Wetter es zulässt.

Gibt es durch die Geburt weitere Veränderungen in Deinem Leben? Ja, definitiv! Mir ist wieder bewusst geworden, dass es Episoden im Leben gibt, in denen sich viele Dinge grundlegend und schnell verändern. Ich bin bisher sehr gut in meine neue Vaterrolle hineingewachsen und behaupte einfach mal, dass ich gegenüber meinem Kind fürsorglich bin. Ich freue mich mit ihm, wenn er große und kleine Entwicklungsprozesse in seinem Leben durchmacht. Er lächelt oft im Schlaf und ist eher ein ruhiges Kind. Ich freue mich auf die Herausforderung, ein Vater zu sein! Da meine Freundin und ich nun Eltern sind, gibt es auch als Paar neue Herausforderungen, die wir aber gut bewältigen. Weiterhin hat sich selbstverständlich mein Schlafrhythmus stark verändert, denn ich schlafe im Durchschnitt nur noch 5 Stunden am Tag. Das Interessante daran ist, dass ich es vorher nie für möglich gehalten habe, mit so wenig Schlaf auszukommen, aber es klappt bisher ganz gut.

Eine weitere Veränderung liegt in meiner "Spontanität". Dieses Wort habe ich vorerst aus meinem Wortschatz streichen müssen. Ich kann nicht wie früher mal eben schnell irgendwo hinfahren oder jemanden besuchen. Das geht jetzt nur noch nach Terminabsprache. Jede Person, die auch ein Kind zu betreuen hat, weiß, was ich meine!

Außerdem versuche ich der Gegenwart mehr Gewicht zu verleihen. Ich lebe mehr im Hier, Jetzt und Heute, als früher. Vor wenigen Jahren habe ich mehr in der Vergangenheit gelebt. Sicherlich lohnt manchmal ein Blick in meine Vergangenheit, um Sachverhalte zu reflektieren und aus positiven und negativen Ereignissen zu lernen. Und auch ein planvoller Blick in die Zukunft ist wichtig. Dennoch versuche ich mich nicht verrückt zu machen, was eventuell alles passieren kann.

Wie seid ihr auf den Namen Deines Kindes gekommen? Eines Tages hat mir meine Freundin den Namen "Leonard" vorgeschlagen. Sie hatte den Namen "Lennard" irgendwo gelesen und mir von dem Gedanken erzählt. Anfangs war ich von "Leonard" wenig begeistert, doch nach einigen Tagen brannte sich dieser Name in mein Gedächtnis ein! Ich fand den Namen dann sehr schön und schlug ihr vor, diesen Namen mit einem kurzen Namen vorweg zu ergänzen. Nach vielen Überlegungen kamen wir auf "Paul", ein klassischer und wohlklingender Name. Und Paul Leonard klingt extrem schön, wie ich finde. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Name kein Doppelname ist, sein Rufname ist Leonard! Wir haben zwar viele Vorschläge überlegt und uns auch ein Namensbuch ausgeliehen, aber ein anderer Name hat uns nicht vom Hocker gerissen.

Wie verhält sich Deine Familie? Alle freuen sich ausnahmslos über unseren Familiennachwuchs! Außerdem gibt es gute Ratschläge und viel tatkräftige Unterstützung.

Wie reagiert Dein Freundes- und Bekanntenkreis auf Dein Kind? Mein Kind ist in meinem Freundes- und Bekanntenkreis bisher sehr gut aufgenommen worden bzw. die Tatsache, das ich ein Kind habe, wurde positiv zur Kenntnis genommen. Aber soviele Leute haben unseren Sohn aus Zeitgründen noch gar nicht sehen können. Uns haben sehr viele Glückwünsche und Geschenke erreicht, für die ich mich nochmals ganz herzlich bedanken möchte! Mir ist aber in verschiedenen Gesprächen (nicht mit Freunden oder Bekannten) immer wieder Verwunderung entgegen gekommen, warum man ein Kind in die Welt setzen möchte bzw. ich kam in die Rechtfertigungsrolle. Das passiert mir nicht noch einmal, denn mein Gegenstatement lautet jetzt immer: "Frage ich nach, warum Du kein Kind in die Welt setzen möchtest?". Leider ist es so, dass Kinder im Stadtbild immer weniger häufig sichtbar sind. Viele Leute beklagen den Geburtenrückgang, doch diejenigen Menschen, die sich für Kinder entscheiden, sollen sich noch erklären? Nö, nicht mit mir! Für mich ist es mit das Natürlichste der Welt ein Kind zu haben.

Hast Du noch viel Zeit für Deine Freunde und Bekannte? Nein, leider nicht. Wie ich schon erwähnt habe, kann ich nicht mehr spontan irgendwo auf eine Feier gehen. Mal davon abgesehen, dass ich keine große Lust mehr auf die Feierei habe, ist die Akzeptanz bei einigen Freunden und Bekannten darüber, dass ich mich nur noch selten melden kann und wenig "Freizeit" habe, nicht sehr groß. Manche Leute, die selbst keine Kinder haben, unterschätzen den Zeitaufwand der Betreuung, den ein kleines Kind benötigt. Mein Kind geht nun mal vor und wer ein guter Freund ist, wird das auch verstehen! Selbstverständlich werde ich mich dennoch ab und zu mit Freunden und Bekannten treffen, denn meine sozialen Kontakte sollen ja nicht verloren gehen. Die Treffen werden nur deutlich seltener stattfinden und zeitlich kürzer ausfallen.

Wie sieht ein typischer Tag in Eurer Dreierfamilie aus? Meine Freundin und ich versuchen den Tag eine gewisse zeitliche Strukur zu geben, also das Aufstehen und Insbettgehen zu festen Zeiten durchzuführen. Aber vieles hängt vom Schlafrhythmus unseres Sohnes ab, den man in den ersten Lebensmonaten wenig beeinflussen kann. Ein Großteil des Tages nimmt das Stillen ein. In der Regel hat unser Sohnemann alle 2 Stunden großen Hunger. Die "Stillprozedur" dauert zwischen 30-60 Minuten, je nach Hungerbedarf des Kleinen. Anschließend werden die Windeln gewechselt. Manchmal schläft er nach dem Essen, manchmal möchte er beschäftig werden. Meistens dauert das Einschlafen sehr lange und er möchte, dass man ihm ein Kinderlied vorsummt. Der Haushalt und das Studium müssen nebenbei auch erledigt werden. Deswegen habe ich, wie oben geschildert, deutlich weniger Zeit für Freunde und Bekannte.

Wie gefällt Dir Deine neue Rolle als Papa und Familienvater? Wie schon erwähnt, im Moment ändert sich vieles in meinem Leben. Mir gefällt die neue Rolle sehr gut, denn ich freue mich darauf, meinem Sohn in jeder Lebensphase Dinge beibringen zu können (sprechen, lesen, schreiben u.v.m.) bzw. ihn bei diesen Prozessen zu unterstützen. Außerdem kann ich auch von meinem Kind lernen, denn er fordert auch Zeit und Energie von mir ein, die ich selbstverständlich gern bereit bin zu geben. Es ist eine interessante Wechselwirkung entstanden, sodass Kind vom Vater und Vater vom Kind lernen kann. Ein weiteres Merkmal meiner Vaterrolle ist die "Sorge". Ich werde unterschwellig ständig von der Sorge begleitet, ob es meinem Kind und meiner Freundin gut geht. Ich gehe dabei aber nicht so weit und mache mich verrückt, wenn er mal niest oder eine Nacht schlecht schläft. Die Grenze zwischen "normaler" Sorge und sich verrückt machen ist natürlich fließend. Sich grundsätzlich über das Wohlergehen seiner Familie zu sorgen gehört meiner Meinung nach zu einem gesunden Vaterinstinkt dazu.

Gibt es noch etwas zum Thema Geburt, das Du erzählen möchtest? Ich habe in den Kategorien "Notizen" und "Erlebnisse 2" meine Gedanken, die ich vor und unmittelbar nach der Geburt hatte, in diversen Texten geschildert. Wer von Euch noch weitere meiner Eindrücke lesen möchte, kann das an den genannten Stellen gern tun.

Wie läuft es in Deinem Studium? Ich habe nur noch wenige Prüfungen vor mir, die aber sehr "schwer" sind. Die schweren Klausuren habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Leider gab es im Laufe der Zeit Ereignisse, die mein Studium deutlich verlängert haben. Auf der einen Seite gab es von mir unverschuldete Ereignisse, die mich völlig aus der Bahn geworfen haben,  auf der anderen Seite gab es Dinge, an denen ich selber Schuld war. Aber ein baldiges Ende ist in Sicht.

Bist Du einer der ältesten Studenten an Deiner Uni? Augenscheinlich gehöre ich mit zu den ältesten Studenten an meiner Uni. Natürlich bin ich nicht sehr froh über diesen Zustand. Ich muss aber dazu sagen, dass ich relativ spät mit dem Studium begonnen habe, denn ich habe den sogenannten 2. Bildungsweg beschritten. Aber auch hier gilt, dass ich mich zu diesem Thema nicht mehr rechtfertigen werde! Wo steht geschrieben, dass nur "junge" Menschen studieren dürfen? Eine Uni ist meiner Meinung nach für alle da, egal ob für alt oder jung! Falls es Probleme bei der Arbeitssuche aufgrund meines hohen Alters gibt, dann muss nur ich damit leben, daher ist es auch meine Angelegenheit, mit der ich klar kommen muss!!! Interessant ist, dass einige derjenigen Leute, die sich über meine Studiendauer lustig gemacht haben, ihr Studium nicht beendet haben. Ich erwähne das nur, weil ihre Vorgehensweise im Studium offenbar auch nicht erfolgreich war. Jeder soll so studieren, wie er es für richtig hält.  Von "Turbostudenten", die während des Studiums nicht über ihren Tellerrand hinausgesehen habe, halte ich nicht sehr viel. Ich bin nicht dafür ein Studium künstlich in die Länge zu ziehen, aber wie oben erwähnt, es gibt im Leben immer Unwegbarkeiten, die einen Menschen vom Studieren für längere Zeit abhalten können. Ein Studium verzögert sich auch deutlich, weil man in irgendwelche Pflichtveranstaltungen wegen Überfüllung nicht rein kommt. Es ist immer die Summe des Ganzen, die eine Verzögerung auslöst. Als ich mit dem Studium anfing, habe ich selbst Studenten komisch angeguckt, die eine lange Studiendauer hatten. Nun bin ich in derselben Lage und weiss, was alles dazwischen kommen kann und wieviele strategische Fehler man im Studium machen kann. Ich habe gelernt, dass es ein Fehler ist den Charakter eines Menschen nur nach äußerlichen Kriterien wie Studiendauer, Alter, Einkommen oder der Art seiner Tätigkeit, die er zu seinem Broterwerb nachgeht, zu bewerten. Froh bin ich über meine Studiendauer nicht. Wenn es nach mir ginge, hätte ich mein Studium schon vor 3 Jahren erfolgreich absolviert. Aber bald ist es ja soweit...

Gibt es Veränderungen in Deinem Blog bzw. wird es sie geben? Nein! In absehbarer Zeit bleibt mein Blog so, wie er ist. Ausnahmen sind lediglich Kategorieergänzungen oder -erweiterungen. Die optische Gestaltung bleibt vorerst, wie sie ist. Neu ist die Kategorie "Neues im Blog".

Du hast Dein Gästebuch geschlossen, warum? Mein Gästebuch bleibt, wie angekündigt, bis auf Weiteres geschlossen. Es gab viele Werbeeinträge, die ich löschen musste. Außerdem mag ich es nicht, wenn man mir in einem unhöflichen Ton Einträge schreibt, und dann auch noch ohne einen Namen zu hinterlassen. Deshalb habe ich Ergänzungen in der Kategorie "Rechtliches zu meinem Blog" vorgenommen, auf die ich an dieser Stelle hinweisen möchte!

Wie verbringt ihr Weihnachten und Silvester dieses Jahres? Das steht noch nicht fest. Entweder feiern wir Weihnachten ganz in Ruhe zu dritt oder wir fahren zu unserer Familie.

Vielen Dank, dass Du Dir in dieser stressigen Phase etwas Zeit für ein Interview genommen hast! Wann hast Du Zeit für das nächste Interview? Frühestens im Winter 2012.

In diesem Sinne alles Gute für Deine Familie und Dich! Danke.

10.9.12 18:44


- Interview 6

Mai 2011

Hallo Pascale, wie seit ein paar Wochen in Deinem Blog zu lesen ist, wirst Du Vater? Ja, ich werde endlich (!) Vater

Warum betonst Du das Wort "endlich" so stark? Weil ich mir schon seit vielen Jahren vorstellen kann ein Vater zu sein, doch die Umstände haben es nicht zugelassen.

Seit wann wusstet ihr von der Schwangerschaft? Meine Freundin und ich wussten natürlich schon viele Wochen vor den ersten Einträgen  hier in meinem Blog, dass eine Schwangerschaft vorliegt, doch wir wollten mit der Bekanntgabe ein bisschen abwarten, weil besonders die erste Zeit einer Schwangerschaft heikel ist und noch ein gewisser medizinischer Unsicherheitsfaktor vorhanden ist, wenn ich das richtig gelesen habe.

Erzähl mal ein bisschen über die ersten Eindrücke. Meine Freundin kam eines Morgens, während ich noch schlief, ins Zimmer und meinte "Pascale, sieh mal, der Schwangerschaftstest ist positiv". Wir hatten ein paar Tests vorrätig, weil wir uns ja schon seit längerer Zeit ein Kind wünschen. Als die Schwangerschaft durch die Frauenärztin bestätigt wurde, war ich überglücklich und habe erstmal meine Familie informiert. Danach war ich "männertypisch" in einer Kneipe und habe vor Freude ein paar Bier getrunken.

Was glaubst Du, in welche Richtung wird sich Dein Leben verändern? Wenn unser Sohn geboren ist geht selbstverständlich alles in Richtung Familienleben. Dieser Trend hat aber schon jetzt begonnen, denn ich gehe seltener auf Partys etc. Natürlich möchte ich mich nicht völlig "einigeln" und nicht mehr aus dem Haus gehen, um Freunde zu treffen. Doch die Familie steht nach der Geburt deutlich im Vordergrund, was den zeitlichen Aspekt betrifft. Ich trage ab jetzt mit die Verantwortung für die Zukunft eines kleinen Kindes und selbstverständlich werde ich alles daran setzen, das unser Kind eine angenehme Kindheit verbringen kann.

Ihr seit beide noch Studenten, wie wollt ihr das zeitlich organisieren? Ganz ehrlich, als Student ist man zeitlich sehr flexibel, was den Arbeitsrhythmus betrifft. Ich kann, wenn ich will, morgens, mittags, abends oder nachts für die Uni arbeiten und wir sind schließlich zu zweit und man kann sich abwechseln. Das geht alles schon, wenn man es nur will. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Außerdem unterstützen uns auch unsere Familien, die sich ebenfalls sehr über den Nachwuschs freuen. Mitte-Ende 2012, also nach der Hochzeit, werden wir beide mit dem Studium fertig sein und in eine andere Stadt ziehen. Alles andere ist eine Frage der Organisation und wird dann gelöst, wenn es soweit ist. Auch finanziell werden wir versorgt sein.

Habt ihr schon einen Namen für Euren Sohn gefunden? Nein, wir suchen noch. Zwar haben wir schon ein paar Favoriten, die infrage kommen könnten, aber wir haben ingesamt festgestellt, dass es einfacher ist einen schönen Mädchennamen zu finden:-) Ich bin natürlich überzeugt, dass wir einen passenden schönen Jungennamen für unseren Sohn finden werden. Wir sind also noch auf der Suche und verraten den Namen erst, wenn er feststeht.

Habt ihr schon Babysachen gekauft? Nein, aber wir planen natürlich schon und gucken nach Angeboten in Katalogen und Geschäften. Ausserdem gibt es einige gute Freunde und die Familie, die uns auch noch Babysachen zur Verfügung stellen.

Welche Veränderungen löst die Schwangerschaft bei Dir im Moment aus? Ich sehe die Welt mit anderen Augen. Ganz langsam nehme ich Worte in meinen täglichen Wortschatz neu auf, die es vorher noch gar nicht gab (Wickeltisch, Nuckel, Strampler u.v.m.). Aber die Schwangerschaft beeinflusst auch meine Gedanken und Ansichten. Die Worte  "Vorsicht", "Verantwortung" oder "Sorge" bekommen für mich eine neue Bedeutung. Ein für mich sehr bewegender Moment war die Ultraschalluntersuchung vor zwei Wochen. Ich konnte mit dabei sein und meinen Sohn für 15 Minuten sehen. Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl zu erleben, wie er sich drehte, den Mund öffnete und sich hin und her bewegte. Da lag dieses kleine Wesen, welches von mir abstammt, in dem dunklen Bauch meiner Freundin und erweckte den Anschein, als ob es ihm wunderbar geht. Ich freue mich sehr meinem Kind bei den ersten Schritten durch sein Leben (und darüber hinaus) zu helfen und zu unterstützen. Mehr gibt es im Moment nicht zu sagen, denn ich bin immer noch, auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, von diesen neuen Eindrücken völlig überwältigt.

Vielen Dank für das Interview! Wann stehst Du wieder für Fragen zur Verfügung? Ich denke frühestens im Herbst dieses Jahres, wenn die Geburt vorüber ist und sich alles ein bisschen beruhigt hat.

10.9.12 18:44


- Interview 5

Januar 2011

Hallo Pascale. Du hast ja lange kein Interview mehr gegeben. Was war der Grund? Ich hatte einfach keine Lust

Was hat sich seit Deinem letzten Interview im September 2009 in Deinem Leben geändert? Es hat sich eine ganze Menge geändert. Seit Juli 2010 wohne ich nicht mehr allein. Ich bin gemeinsam mit meiner Freundin in eine große 2 Zimmer-Wohnung gezogen. Wir wohnen direkt unter dem Dach d.h. wir haben Saunatemperaturen gratis im Sommer Ohne einen Ventilator ist es in der Wohnung im Hochsommer kaum auszuhalten. Eine andere Neuigkeit ist, dass wir seit ein paar Tagen verlobt sind!

Gratulation! Wann wollt ihr heiraten? Vielen Dank. Ein genauer Termin und Ort steht noch nicht fest, aber wir wollen vermutlich im Sommer 2012 heiraten.

Wer hat den Antrag gemacht? Im Grunde war die Verlobung schon länger ein Thema. Die Ringe haben wir uns  im Dezember gemeinsam ausgesucht und in den Schrank gelegt, bis einer von uns beiden den "richtign" Augenblick findet und dem anderen einen Antrag macht. Wir haben feststellen müssen, dass es den "richtigen" Augenblick nicht gibt. Entweder ist eine Situation zu "alltäglich" oder zu künstlich "gestellt". Als meine Freundin aus ihrem Winterurlaub wieder kam, hat sie mir einen Antrag gemacht.

Warum heiratet ihr nicht schon in diesem Jahr? So eine Hochzeit bedarf guter Planung und die Zeit haben wir im Moment nicht. Wir stecken beide im Studienabschluss, sie wird im Sommer fertig sein und dann eventuell noch ein Aufbaustudium beginnen,  ich bin im Winter 2011/12 mit dem Studium fertig, wenn ich in alle Seminare und Kurse reinkomme, die ich belegen muss. Wir planen frühestens im Herbst unsere Hochzeit.

Wie gefällt Dir die Stadt bzw die Umgebung, in der Du wohnst? Die Stadt gefällt mir gut. Sie ist nicht zu groß, aber auch nicht zu provinziell. Die Wege zur Uni sind im Verhältnis zu anderen Unistädten relativ kurz. Ich habe mich an diese Stadt gewöhnt, ich wohne ja schließlich schon viele Jahre hier. Doch nach dem Ende unseres Studiums werden wir in eine andere Stadt ziehen. Ein genaues Jahr steht noch nicht fest, denn es hängt auch davon ab, wie und wo es beruflich weitergeht. Ausserdem ist unser Studium noch in vollem Gange. Aber spätestens in ein paar Jahren wird es passieren.

Hast Du in Deiner Stadt viele Freunde? Ein paar wenige Freunde und Bekannte habe ich gefunden. Es kommt ja nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität von menschlichen Beziehungen an. Ich habe auch noch andere gute Freunde und Bekannte, die nicht hier in dieser Stadt wohnen, die ich aber viele Jahre kenne. Es reicht jedoch manchmal aus, wenn man drei Mal im Jahr telefoniert, um die Erinnerungen wach zu halten. Auch im Punkt Kontakthalten geht es mir mehr um die Qualität als um die Häufigkeit.

Kommst Du mit Deinem Studium voran? Ja, ich komme jetzt sehr viel besser voran, als vor ein paar Semestern. Die Anzahl der Klausuren, die mir noch bis zu meinem Abschluss fehlen, ist überschaubar geworden. Wird ja auch Zeit Ich beabsichtige in diesem Jahr ein Praktikum zu machen. Die Planungen dazu beginnen im Januar-Februar.

Schreibst Du noch Gedichte? Ja, aber nur noch sehr selten. Seit vielen Monaten habe ich eine sehr unkreative Phase was das Schreiben betrifft. Ich habe das Gefühl, das ich zuviele Metaphern in meinen Texten wiederhole. Irgendwann wird es aber mit der Schreiberei weitergehen, davon bin ich fest überzeugt.

Was macht Deine "Kochleidenschaft"? Meiner Kochleidenschaft geht es gut Ich koche jetzt regelmäßig, circa 3-4 Mal in der Woche. Meine Freundin regt sich immer ein bisschen darüber auf, das ich die Küche dabei verwüste So ganz Unrecht hat sie nicht, manchmal bin ich schon ein kleiner Schmierfink, wenn ich koche Ich bereite aber nur "einfache" Mahlzeiten zu. Durch die Kocherei habe ich eine ganz andere Sichtweise auf Lebensmittel und das Essen im Allgemeinen bekommen. Nun weiss ich auch wieviel Mühe es macht, wenn man stundenlang in der Küche steht und für sich und/oder andere kocht.

Warum hast Du den Menüpunkt "Pascales Kochecke" geschlossen"?  Ich erkläre das mal etwas ausführlicher. Seit 2008 stehe ich fast jeden Tag in der Küche und koche etwas leckeres zu Essen. Mal sind es Suppen und Eintöpfe, mal ist es Gulasch oder Fisch. Demnächst taste ich mich an Rouladen heran. Das Kochen macht mir sehr viel Spaß und ich versuche mich sehr abwechselungsreich zu ernähren. Gemüse als Beilage zu Fisch oder Fleisch und Salat stehen dabei im Vordergrund meiner Eßleidenschaft. Vor ein paar Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ich beim Einkaufen im Supermarkt "Glücksgefühle" emfpinde, weil ich dann schon gedanklich das Essen zubereite und mich auf das Kochen freue. Schon komisch, wie stark sich doch die Interssen im Laufe des Lebens ändern. Den halben Tag könnte ich im Supermarkt verbringen und mir alle möglichen Lebensmittel- Variationen und -Kombinationen in meinen Gedanken durchspielen. Die Ideen kommen quasi zwischen den Kartoffeln und Zwiebeln hinter der Gemüsetheke. Das ist derzeit mein neuer Spielplatz und Ort für Kreativität. Pure Entspannung erlebe ich beim Schälen und Braten. Dabei koche ich nie nach Anleitung, sondern lasse einfach meinen Ideen freien Lauf und vertraue ganz meinem Geschmack beim Probieren zwischendurch. Vielleicht bereite ich mich schon unbewusst auf mein Leben als "Hausmann" vor, wer weiß Den Menüpunkt habe ich nun geschlossen, weil es mir zu aufwendig war  ihn regelmäßig zu aktualisieren.

Wie kam es dazu, dass Du lieber nachts arbeitest? Ich war schon immer ein Nachtmensch, wenn ich mir das zeitlich erlauben konnte. Als ich ein Kind war, durfte ich immer sehr lange wach bleiben. Auch meine Eltern gingen selten vor 23:00 ins Bett, sogar innerhalb der Woche, wenn sie früh aufstehen mussten. Offenbar hat sich während dieser Zeit mein Biorhythmus daran gewöhnt. Ich arbeite gern nachts für die Uni, weil es einfach ruhiger und entspannter für mich ist.  Um spätestens 03:00 gehe ich dann aber ins Bett. Wenn es nötig ist kann ich nach einer kurzen Phase einen "normalen" Schlafrhythmus annehmen. Wenn ich es mir aber zeitlich erlauben kann, dann lerne ich lieber eher abends bzw. nachts.

Wird sich etwas an Deiner Homepage hier verändern? Nein, die Grundstruktur und der Aufbau bleiben konstant. Es bleibt ein privates Tagebuch, das ich nach und nach mit Leben füllen werde. Ab und zu schreiben hier Leute als Kommentar, dass sie das Tagebuch zu banal finden. Meine Antwort darauf: "Schön, ist Eure Meinung. Wem es nicht gefällt, der braucht es nicht zu lesen!"

Wann wirst Du das nächste Interview geben? Keine Ahnung, vielleicht im Sommer 2011 oder früher, wenn es etwas Neues gibt.

10.9.12 18:40


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