Tagebuch & Notizen

Pascale A.



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- Papazeit

Eintrag 1186

52. Papazeit / Ostsee-Urlaub

(05.08.2017-12.08.2017)

Am Samstag holte ich Leonard mit dem Flugzeug aus Köln ab. Wir haben uns riesig auf den gemeinsamen Urlaub gefreut. Während des Fluges nach Berlin-Tegel saß Leonard am Fenster und bestaunte das Flugzeug, die Wolken und die Landschaft, die sich unter uns ersteckte.

Meine Frau holte uns am frühen Nachmittag vom Flughafen ab und wir fuhren gleich in unsere Wohnung. Wir packten die letzten Sachen in den Koffer und fuhren am Sonntag mit dem Auto an unser Urlaubsziel nach Heringsdorf (Usedom).

An diesem Ort fand abends eine große Feier statt, sodass wir mit Leonard noch Ketten-Karussel fuhren und ein großes Feuerwerk am Strand bestaunten. Davor tobte Leo im Wasser herum und erfreute sich an den Wellen des Meeres.

Leonard wurde morgens bereits zwischen 06.00 und 07.00 wach. Ich schaute mit ihm dann Kinderprogramm im TV, ging mit ihm am Strand spazieren und kaufte Frühstücksbrötchen beim Bäcker. Bevor wir zu dritt nachmittags an den Strand gingen, machte ich mit Leonard einen Mittagsschlaf, weil er völlig übermüdet war von den vielen neuen Eindrücken.

Von Montag bis Donnerstag war herrliches Sommerwetter. Wir verbrachten diese Nachmittage gern am Strand, bauten Sandburgen und buddelten tiefe Löcher. Das Plantschen im Meer ist eine angenehme Abkühlung gewesen.

Am Donnerstagnachmittag fuhren wir mit der "Bimmelbahn" an unseren Hochzeitsort nach Ahlbekck an die Seebrücke. Den Rückweg nach Heringsdorf schlenderten wir am Strand entlang.

Am Freitag war das Wetter trübe, also stand ein Besuch in der Ostsee-Therme auf dem Plan, die nur wenige Autominuten entfernt liegt. Wir erfreuten uns an dem warmen Wasser und dem römischen Dampfbad. 

Die Abreise aus der Ferienwohnung fand am Samstag um 10.00. Leider war der Weg zum Übergabeort nach Hannover gespickt von Staus und zähfließendem Verkehr, sodass wir erst gegen 18.00 an einer Raststätte ankamen. Meine Frau und ich trafen gegen 23.00 Zuhause in Berlin ein.

Leonard blühte während der ganzen Woche auf. Er bekam 3 Münzen mit Ostsee-Motiven, einen Ring mit einem Motiv der Insel Usedom und eine Stofftier-Möwe geschenkt, damit er sich an diese schöne gemeinsame Zeit erinnern kann.

13.8.17 12:20


Eintrag 1183

Gewidmet für Leonard

 

29.7.17 22:04


Eintrag 1170

51. Papazeit

(07.07.2017-09.07.2017)

Ich habe Leonard vermutlich zum letzten Male in seinem alten Zuhause besucht, da er bald mit seiner Mutter umzieht. Der nächste Besuch bei ihm wird in seiner neuen Umgebung sein.

Wir waren im Garten und haben die Blumen gegossen sowie ein bisschen Fussball gespielt. Außerdem habe ich ihm gezeigt, wie man mit einem Baumblatt und einem Stock ein Segel bastelt.

Weiterhin waren wir in der Badewanne, haben in seinem Zimmer viel mit den Legosteinen gebaut und bunte Bilder gemalt. Abends vor dem Einschlafen erzählte ich ihm viele Gute-Nacht-Geschichten.

Am Sonntag um 12.00 stieg ich in den Zug, der mich über Frankfurt nach Berlin brachte. 

10.7.17 18:47


Eintrag 1147

50. Papazeit

(03.06.2017-05.06.2017)

Am Freitagabend hat mich meine Frau nach der Arbeit abgeholt und wir fuhren mit dem Auto nach S., um mit Leonard ein schönes Wochenende zu verbringen. 

Wir holten Leonard am Samstagmittag von Zuhause ab. Nach dem Einkaufen ging es in die Ferienwohnung, die am Stadtrand von S. liegt. Im Garten steht ein kleiner "Spielplatz" mit Rutsche, Schaukel und Trampolin, auf dem ich mit ihm herumhüfte. 

An den beiden Abenden aßen wir im Restaurant "Casablanca" Abendbrot. Vor dem Einschlafen durfte Leonard noch etwas Kinderprogramm im TV sehen, bevor ich ihn mit einer Gute-Nacht-Geschichte ins Bett brachte.

Am Samstag besuchten wir den großen "Panorama-Wildpark" im Sauerland. Wir fuhren mit der Sommerrodelbahn den Berg hinunter, einer Gondelbahn den Berg hinauf und nutzten die vielen Angebote des Parks. Es war zum Glück keine regnerische und nasse Wetterlage, wie angekündigt, sondern eine halbwegs freundliche.

Ich habe Leo mehrfach gefragt, ob er irgendjemanden anrufen möchte, aber er hat stets verneint.

Am Sonntag übergaben wir Leonard seiner Mutter und fuhren wieder nach Berlin zurück. Es war ein sehr erlebnisreiches Familien-Wochenende.

6.6.17 20:52


Eintrag 1133

Erziehungsstil meines Vaters: Was kann ich von ihm lernen?

Wie bereits in diversen Einträgen erwähnt, hatte mein Vater einen relativ lockeren Erziehungsstil:

Sein Motto:"Alles im Rahmen". Da mein Vater eine dominante Persönlichkeit war, hatte ich dennoch großen Respekt vor seinen Ankündigungen. Ich fühlte mich, in seinem nüchternen Zustand, in seiner Gegenwart sehr wohl. Nach dem Alkohlkonsum wurde er gegenüber anderen Personen ausfallend und ich schämte mich für ihn.

In unserer Familie spielte der Suff leider eine große Rolle. Im Grunde trinke ich wenig Alkohol. Ich habe mir vorgenommen, den Alkohlgenuss in Leonards Gegenwart zu vermeiden. Natürlich trinke ich im Restaurant ein Bier, wenn er dabei ist, ich werde jedoch einen Rauschzustand vermeiden. Man kann Kindern nichts vormachen. Da mein Vater nicht viel Alkohol vertragen hat, habe ich jedes Bier bei ihm gemerkt. Ich möchte meinem Sohn Peinlichkeiten ersparen.

Grundsätzlich möchte ich, so gut es mir als Wochenend-Papa möglich ist, seine Kreativität und sein Selbstbewusstsein fördern. Ich möchte, wie es meine Zeit zulässt (Arbeit/Entfernung), stets für meinen Sohn da sein. Er soll in mir einen Vater erleben, der versucht, das Beste aus den Gegebenheiten zu machen. Vom Herzen her möchte ich Leo stets um mich haben, doch leider kann ich meine Urlaubszeiten nur begrenzt beeinflussen. Ich bin, was die Betreuung betrifft, auf andere Personen aus meinem Umfeld angewiesen, wenn mein Sohn nach Berlin kommt und ich keine Freizeit habe.

Leonard ist mir gegenüber offen und sucht meine Nähe. Ich liebe ihn und zeige es ihm auch, in dem ich z.B. seine Hand nehme und ihn ab und zu ein Küsschen gebe. Ein Mensch kann nur dann als Erwachsener lieben, wenn er als Kind von seinen Eltern Liebe erfahren hat. Das ist meine feste Überzeugung.

Mein Vater war in vielen Punkten kein gutes Vorbild für mich. Dennoch habe ich von ihm Liebe erfahren und möchte die Erlebnisse, die ich mit ihm hatte, nicht missen, auch wenn sie oft nicht positiv waren.

Eine "perfekte" Erziehung gibt es nicht. Der "Wochenend-Papa-Zustand" ist sicher kein erstebenswertes Ziel. Mir bleibt nur, die Vater-Sohn-Beziehung so gut es geht zu stabilisieren und zu fördern.

15.5.17 20:20


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