Tagebuch & Notizen

Pascale A.



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Auf halbem Weg.

Gestern war ich noch jung.
Bin nicht alt.
Mittendrin.
Im Juli.
Kindheit für immer geschlossen.
Mit Stacheldraht umzäunt.
Das Alter beginnt zu blühen.
Lockt mit Wärmedecke und fehlender Rente.
Zwischen der Schaukel auf dem Spielplatz
und dem Bett im Altersheim bröckelt meine Sandburg.
Die nächste Sandburg steht irgendwann auf meinem Grab.
Aber die Statistik ist noch auf meiner Seite.
Halbes Glas getrunken.
Der Rest schmeckt schal.
Kann nicht zurückkehren.
Gefangen im Zenit.
Aus Kindheitsträumen wurden Depressionen.
Hoffnung peitscht mich den unbekannten Weg nach vorn.

Vieles im Leben hab ich versäumt und mich zulange am Strand der Freuden gebräunt. Die Zeit ist verträumt. Lebensträume sind nun mit Stacheldraht umzäumt und für immer verschlossen.

Pascale A.

 

Teilzeitherz.

Soeben hat es noch gelebt. Leidenschaft strömte hindurch. Heute früh zum Abschuss freigegeben. Kugeln flogen durch den Zaubergarten. Gezielt aus dem Hinterhalt. In vertrauter Atmosphäre. Von Einschusslöchern durchsiebt hängt es nun am Fleischerhaken und blutet aus. Dicht an dicht neben anderen zerfetzten Männerherzen. Tiefgefroren bei -20 Grad Celsius im Kühlhaus. Traumland bald umwuchert mit Narbengewebe.

 Pascale A.
 
 
Nur noch mit einem Fernglas.
 
Ich sitze am Ufer
und schaue durch ein Fernglas.
Sehe Dich ganz nah
auf einem Felsen stehen.
Die Gezeiten und Stürme
haben unsere Insel zerbrochen.
Zwischen uns schufen die Jahre
ein weites und tiefes Eismeer.
Kann Dich ohne Fernglas
nicht mehr sehen.
Der Wind weht unsere Worte
durch ein Labyrinth.
 Kann Dich nicht mehr hören und verstehen.
Nur mit einem Panzerkreuzer kann ich
auf unseren Tränen zu Dir fahren.
 
Pascale A.
 
 
Hexenjagd.
 
Das Feuer brannte heiß.
Flammen loderten empor.
In ihnen schrie ein Frauenkörper,
gefesselt an einem Kreuz.
Ihre Seele war der Teufel.
Sie hatte rotes Haar.
Menschen tanzten um das Feuer.
Jubelten vor Glück.
Im Namen der Kirche.
Im Namen der Bibel.
Im Namen Gottes.
 
Ein Geistlicher streckte ihr ein Kreuz entgegen.
Er sprach ein Gebet. 
 
Ihr schrei verstummte.
Ihrem Darsein wurde verziehen.
Ihr Körper zerfiel zu Asche.
Man betete um ihre Seele.
 
Im Namen der Gerechtigkeit.
Im Namen des Glaubens.
Im Namen des Guten.
 
1997
Pascale A.
 
 
Steine.
 
Sie wissen nicht
das sie leben.
Sie spüren nicht
ihren Atem.
Sie sehen nur
mit den Augen und
sprechen mit dem Mund.
Sie hören keinen Schrei.
Sie reden,
aber sagen nichts.
Vielfalt ist ihr Feind und
der Denkhorizont eng.
Ihr Geist wurde nie geboren.
Sie leben unbewusst.
Steine.
 
1997
Pascale A.
 
 
Das Ende.
 
Träume sind zerstört.
Nächte werden kalt.
Fehler wurden begangen.
Schreie blieben unerhört.
 Keine Hoffnung mehr.
Unser Leben ist gestorben 
und Tränen wurden geweint.
Einsamkeit steht vor der Tür.
Kommt schleichend in mein Leben.
Ich fühle keine Reue.
Die Zeit war unser Feind.
Öffnete langsam das Tor der Trennung.
Das neue Jahr wird
   ohne Dich beginnen.
 
1997
Pascale A.
 
 
 Ein leben lang Albträume.
 
Nacht für Nacht
treibst Du
die Angst
in meine Träume.
Meine Sehnsucht nach Dir
liegt hinter den Fassaden
und im Staub der Strassen von 
Berlin.
U-Bahnfahrt
durch den Tränenhimmel
aus Stahlbeton.
Nacht für Nacht
suche ich
nach den Resten meines Vertrauens,
dem Du lachend
 die Kehle durchgeschnitten hattest.
Es war Liebesmord!
Du bist die Mörderin,
doch meine Gefühle sitzen ein Leben lang
im Gefängnis.
 
2007
Pascale A.
 
 
Eure Strassen.
 

 Eure Strassen sind nicht meine.

Asphalt riecht nach Lüge.

Wege führen nach nirgendwo.

Regeln für eurer Leben sind jämmerlich

Und das Licht spiegelt sich im Nichts.

Mein Herz brennt.

Tod in den Augen.

Nahe an der Freundschaft im Hinterhof.

Das Fenster ist weit geschlossen.

Das Glas ist trübe und matt.

Die Vögel auf dem Asphalt singen nicht für euch

Und sie singen nicht für mich.

Sie singen das Lied der Lüge

Und fliegen nach nirgendwo,

Denn Sie folgen euren Strassen.

  Pascale A.

Siegen, 10-13.10.01

 
Die Liebe.
 
Faulriechender Karieszahn,
verdeckt unter einer goldenen Zahnkrone.
Hoffungen.
Eiter am Wurzelwerk,
zerstört die ganze Zahnreihe.
Ich habe Angst
vor der Wahl,
die keine mehr ist.
Jeder Herzschlag rückt mich
weg von Dir,
hin zu ihr.


(unvollendet/Entwurf)
 
Pascale A.
 
 
Kinderzimmer.
 
Ich stehe hier,
allein
in seinem Kinderzimmer.
Dieses Zimmer wird es
bald
nicht mehr geben.
Seine Freunde lächeln mir zu,
die Kuscheltiere und Teddybären.
Ich weine ihnen zurück!
 
Ich stehe hier,
allein
in unseren Kinderzimmer.
Dieses Zimmer wird es
bald 
nicht mehr geben.
Als ich diese Wände mit Farbe anstrich,
sagte sie noch
"Ich Liebe Dich!",
was davon übrig bleibt
sind Tränen!
 
Ich stehe hier,
allein 
in meinem Kinderzimmer.
Dieses Zimmer wird es
bald
nicht mehr geben.
Eure Zeichen stehen auf Neuanfang,
in ein besseres Leben.
Meine Zeichen stehen auf Untergang,
denn mit meinen Tränen löse ich mich auf.
Bald
wird es mich nicht mehr geben!
 
Frühling 2014
 
Pascale A.
 
 
Unser Haus.
 
Der Alltag
trug die Dachziegel
nach und nach
in die weite Ferne und
Stress
regnete durch das
offene Dach.
 
Der Streit begann 
die Türen und Fenster
abzumontieren,
sodass Diebe
Deine Gefühle klauten.
 
Missverständnisse kamen
in den Keller
und ließen die Wände modern.
 
Tränen
flossen in das Kabelwerk
und ein Kurzschluss
brannte das Haus nieder.
 
Was von unserem Haus
übrig blieb
war eine Sandburg.
 
Eine Sandburg auf dem
Spielplatz,
erbaut von uns Kindern.
Wenn der Tag heute
zuende geht
und die Sonne morgen
ohne Euch 
aufgeht,
dann tritt uns das Schicksal
in die Sandburg. 
 
Frühling 2014
 
Pascale A.
 
 
herzSTILLSTAND.
 
Ich möchte mit dem Finger
die Uhr 
rückwärts drehen
und Deine Ohren
wieder für meine
Worte öffnen.
Defektes Sprachübersetzungsgerät
produzierte 
Verkennung und Irrtum.
 
Unser vernarbtes
Herz
hörte dann auf zu schlagen.
Stents und ein Bypass
konnten
es nicht mehr retten.
Unsere Missverständnisse
verklumpten zu einer Thrombose.
Liebe floss nicht mehr hindruch 
und Zellen begannen abzusterben.
 
Doch ich möchte so gern
mit dem Finger
die Uhr rückwärts drehen
und Deine Nähe 
befreien,
die du hinter einem
Kokon eingewebt hattest.
Bei jeder Befreiungsaktion
eröffneten Deine Scharfschützen
das Feuer.
 
An unseren Zungen 
hängen Steine,
zentnerschwer.
Wegbereiter
für die Stille,
welche unsere Bilder
von der Wand gerissen hat.
 
Ich möchte mit dem Finger
die Uhr
rückwärts drehen
und Deine Liebe zu mir
neu entfachen.
Sie sitzt im Rollstuhl,
querschnittsgelähmt
bis in die Ewigkeit.
 
Ich möchte
...den Stöpsel
aus dem See des Scheiterns ziehen,
der mit meinen 
Tränen und Fehlern
gefüllt ist.
...Hand in Hand mit Dir
im Standesamt stehen
und noch einmal
"Ja" sagen!
 
Doch die Wohnung ist gekündigt
und das Umzugsunternehmen bestellt.
Unsere Träume
liegen auf dem Sperrmüll.
Morgen kommt der LKW 
und
fährt drei zerbrochene Herzen in
zwei Städte.
 
Sommer 2014
 
Pascale A.
 
 
Sonnenblume.
 
Hilflos
sitze ich vor Deinen lieben Worten,
die vor Jahren geschrieben.
Glück und eine tiefe Zuneigung
waren unser Band,
wie es dort in Tinte steht.
Jedes dieser Worte zählt
nicht mehr.
Sie erinnern an unsere Liebe und die Vorfreude
auf ein gemeisames Leben,
das es nun nicht mehr gibt.
 
Ich suche den Ort,
an dem sich der Sinn
hinter den Zeilen versteckt hält.
Mit den Buchstaben
verklebe ich den Riss
in unserer Titanic.
Warum haben wir 
den Eisberg nicht kommen sehen
und sind ausgewichen?
 
Aus Liebesschwüren
werden Scheidungspapiere
und
aus Zukunftsplänen
zwei Adressänderungen.
 
Sommer 2014
 
Pascale A.
 

Einer wird immer fehlen.

Barfuß
stehe ich auf
nasser Straße.
Die Freiheit verwischt
unser Herz,
das wir zu dritt mit Straßenkreide
auf
einer Lüge malten.
Ich kann den Schmerz
nicht von Dir nehmen.
Ein Aufwachen
zwischen Mama und Papa
wird es nicht mehr geben.

Einer wird immer
fehlen.

"Der Traumzauberbaum"
hat keine Blätter mehr.
Die CD ist zerbrochen.

Die Familiensonne
ist untergegangen.
Der Trennungsmond
weist mir den Weg
in die Nacht.
Er bringt Distanz
und mir ein Leben
unter einer löchrigen Brücke.
Unentwegt tropft
die Libertät.
Unsere Herzenswärme
verbindet ein
rostiges Gleis,
auf dem ich jedes Wochende
zu Dir pendele.
Deine Eltern schweigen.
Es schreien
die Paragraphen und Gesetzesbücher.

Einer wird immer
fehlen.

Mit meinem Tränenschlauch
gießt Du
Dein welkendes Vertrauen,
das nun im verbrannten
Elterngarten wuchert.
Einst
blühte dort für Dich
die Gemeinsamkeit.

Einer wird an Eurem
Abendbrotstisch immer
fehlen.

Papa!

Siegen, Sommer 2014

Pascale A.
 
 
One-Way-Ticket.
 
Zug des Lebens
rollt
unaufhaltsam Richtung
vorwärts.
Niemals fährt er
zurück.
Hält nur einmal
an jeder Station.
 
Einige Passagiere
lösen ein
1.Klasse-Fahrschein
als Freund.
Nur wenige 
bleiben ein
Leben weit.
 
Andere Passagiere steigen
an der
nächsten Haltestelle 
wieder aus,
ohne ein Wort,
ohne ein "Auf Wiedersehen".
 
Der Zug schließt seine
Türen
und fährt weiter.
Er hält 
niemals 
zwei Mal an der gleichen
Station.
 

Erstfassung Juni 2010
August 2014
 
Pascale A.
 
 
 




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