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Eintrag 1260

58. Papazeit

(26.01.2018-29.01.2018)

Am Freitagnachmittag fuhr ich mit einem Mietwagen über die A2 nach NRW. Das Auto hatte einen benzinsparenden sechsten Gang, sodass ich auf gewissen Teilabschnitten der Autobahnen (ohne Tempolimit) 160 Km/h gefahren bin. Da die Autobahn relativ leer war, kam ich staufrei bereits um circa 22.00 bei Leonard an.

Mein Sohn saß gerade am Abendbrotstisch, weil er aus dem Schwimmbad kam. Als er mich sah, sprang er sofort in meine Arme.

Am Samstag bauten wir seine Carrera-Bahn auf und gingen anschließend in die Badewanne. Wir schauten TV und ich brachte ihm das einfache Summieren sowie Subtrahieren zwischen den Zahlen 0-20 bei, das er schon gut beherrscht. 

Nach dem Abendessen erzählte ich ihm im Bett ganz viele Geschichten und las aus einem Buch vor. 

Am Sonntag wäre eigentlich mein Abreisetag gewesen, aber ich entschied mich noch einen Tag länger zu bleiben, um mit ihm noch ein paar Stunden länger spielen zu können.

Der "Preis" dafür war, dass Leo und ich um 08.00 ins Bett gehen mussten, weil ich am Montag um 01.30 nach Berlin fahren wollte, damit ich pünktlich zur Arbeit komme.

Als wir so im Bett lagen, dachte ich mir, dass ich ihm vor dem Einschlafen etwas aus meiner Kindheit erzähle. Leo kuschelte sich ganz eng an mich und streichelte mehrere Minuten über meine Haare. Ich plauderte über Dinge, vor denen ich als Kind Angst hatte und die mich erfreuten. Leonard sagte:"Papi, Du kannst immer über Deine Gefühle mit mir sprechen." Ich fand diese Aussage so herzzerreißend, dass ich meine Freudentränen zurückhalten musste.

Als ich wach wurde, gab ich Leo einen Kuss, zog mich im Flur schnell an (damit er nicht wach wird) und stieg ins Auto.

Abends nach der Arbeit war ich zwar sehr müde, weil ich nach knapp 6 Stunden Autofahrt gleich 8 Stunden arbeiten musste, aber die "Extrazeit" mit ihm war unbezahlbar.


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1.2.18 18:47


Eintrag 1261

Und wieder hat es mich erwischt.

Am Dienstagmittag bekam ich während meiner Arbeitszeit plötzlich Schüttelfrost und begann zu schwitzen. Meine Frau fühlte abends meine Stirn und bestätigte mir meinen "warmen Kopf". 

Am Mittwoch und Donnerstag quälte ich mich zur Arbeit, weil ich mich noch in der Probezeit befinde und innerhalb kurzer Zeit 2 Mal krank wäre. Meine Kollegen, die mir mein Unwohlsein ansahen, empfahlen mir mit meiner Teamleiterin zu reden und dann nach Hause ins Bett zu gehen. Doch ich lehnte diesen Vorschlag vorerst ab. Ein Kollege war so nett und hatte meine Teamleiterin auf meine Krankheit hingewiesen.

Gestern Nachmittag kam es zu einem kurzen Gespräch. Ich solle mir keine Sorgen wegen meiner Probezeit machen, sagte sie mir. Darüber hinaus verabredeten wir, dass ich heute einen Arzt aufsuche. 

Ich meldete mich heute Morgen telefonisch krank und ging danach zu meiner Hausärtzin, deren Praxis sich gleich um die Ecke befindet. Sie hatte meine Temperatur gemessen (37,9 Grad) und mich bis inklusive Mittwoch krank geschrieben.

In unserer Abteilung finden seit kurzer Zeit extreme Veränderungsprozesse statt. Es werden 2ér-Teams gebildet, die sich arbeitstechnisch gegenseitig ersetzen sollen. Weiterhin gibt es auch mindestens einen personellen Abgang einer Mitarbeiterin.

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2.2.18 17:09


Eintrag 1262

Ein bisschen Ich.

Teil 17. Schlager, der Erinnerungsanker in meine frühe Kindheit.

Jeder kennt dieses Phänomen, das ein Lied oder ein Künstler an eine Epoche bzw. einen Moment aus der eigenen Kindheit / Jugend erinnert.

Mein Vater hörte sehr gern den 70ér Jahre Schlager (Bernd Klüver, Howard Carpendale, Roland Kaiser, Andrea Jürgens, Jürgen Marcus, Udo Jürgens u.v.m). Diese Musikrichtung hörte ich zwangsläufig in meinen ersten Lebensjahren im Fernsehen (ZDF-Hitparade), Radio oder auf Musikkassetten.

Diese Art von Schlager assoziiere ich mit meinem Vater und den frühkindlichen Ausflügen in Kneipen und Gastwirtschaften, die sich fast ausschließlich bei den gemeinsamen Spaziergängen ergaben.

Mein Vater konnte mich stets mit der gleichen Masche locken:

"Ich gebe Dir 5 Mark für den Flipper und wir bleiben nur für eine Stunde". Da ein Kind den Aussagen seines Vaters vertraut, wurde ich jedes Mal enttäuscht. Aus einer Stunde wurden 6 oder 7 Stunden. Als die 5 Mark verklimpert waren, wurde mir langweilig. Mein Papa wollte mich nicht allein nach Hause gehen lassen, weil er mich als Stütze für den Heimweg brauchte.

Und so saß ich Stunde für Stunde an einem Tisch und sah meinem Vater beim Skat-Spielen und Trinken zu, während Roland Kaiser "7 Fässer Wein" in mein Kinderohr trällerte. Ich sah zu, wie er sich mit den Skat-Mitspielern stritt, sein Geld verlor und ins Gebüsch fiel, weil ich ihn nicht tragen konnte. 

In all der Gemengelage zwischen dem Spielen auf dem Spielplatz, der Ehe-Krise meiner Eltern und dem Untergang meines Vaters, ertönte überall dieser Schlager.

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Wie oft saß er mittags, als ich aus der Schule kam, weinend auf der Terrasse und hörte "Geh nicht vorbei" oder " Es fährt ein Zug nach Nirgendwo" (Christian Anders)? Ich war mit all diesen Emotionen überfordert und ging in mein Kinderzimmer. Mein Vater brauchte diese schweren Texte, um das jahrelange Schweigen zwischen ihm und meiner Mutter verarbeiten zu könnnen. Besonders dramatisch reagierte er auf Bernd Clüvers "Der kleine Prinz".

Ich habe nach seinem Tod nie wieder einen Menschen wie ihn kennengelernt, der mit Wonne und Lust sterben wollte. Er hatte sich aufgegeben und seinen Untergang vor seinem Umfeld zelebriert. Leider spielte er mit meinen Hoffnungen, das alles besser wird. Ich wusste nicht, dass er bereits Anfang der 80ér Jahre keine Chance mehr hatte. Welches Kind wünscht sich keinen gesunden Vater?

Im zarten Alter von 4 Jahren waren meine ersten Lieblingslieder "Das Lied von Manuel" und "Das Lied der Schlümpfe".

In diesem 70ér-Jahre-Schlager stecken sowohl meine musikalischen Wurzeln, die ich nicht leugnen möchte als auch meine zertrümmerte Sehnsucht nach einem geordneten Familienleben.

In dem Song "Und dabei liebe ich Euch beide" (Andrea Jürgens) erlebe ich die zerstörte Ehe meiner Eltern und meine damalige Angst, einen Elternteil zu verlieren, noch einmal neu.

Als Anfang der 80ér Jahre die "Neue Deutsche Welle" aufkam, entwickelte ich meinen Musik-Geschmack weiter, auch wenn mein erstes Pop-Idol "Elvis Presley" war.

5.2.18 21:10


Eintrag 1263

Zirkeltag der Berliner Mauer

Am 05.02.2018 stand die innerdeutsche Grenze / Berliner Mauer genauso lange, wie sie weg ist (28 Jahre, 2 Monate und 26 Tage.

Aus diesem Anlass möchte ich einen Artikel über "meinen" 9. November 1989 wiederholt posten. Die Erstveröffentlichung war am 10.09.2012

 

"Mein" 09. November 1989

Früh morgens wurde ich wach, denn der 9.11. war  ein gewöhnlicher Schultag. Ich schaltete den Fernseher ein und sah eine "Liveübertragung" von der Berliner Mauer, was für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich war.  So eine Art "Frühstücksfernsehen" gab es zu dieser Zeit noch nicht. Zehntausende Menschen standen jubelnd an den Grenzübergängen und um die Berliner Mauer herum, viele tanzten mit Sekt auf der Mauer. Ich war euphorisiert, lief zu meiner Mutter ins Schlafzimmer und weckte sie. Wir saßen dann vor dem Fernseher und waren fassungslos.

Das sich etwas in der ehemaligen DDR bewegte, war ja vorher schon bekannt. Viele tausend DDR-Bürger flohen Tage und Wochen vorher über Ungarn-Österreich in die Bundesrepublik. Dennoch war nicht im Geringsten absehbar, dass die Mauer auf diese Weise fallen würde. In den nächsten Tagen war Berlin-West im Ausnahmezustand. Hunderttausende Menschen aus Ost-Berlin und der übrigen DDR sowie Touristen, die sich das Spektakel ansehen wollten, bevölkerten die Strassen von West-Berlin. Alles stand still, überall Stau, Kaufhäuser und Bahnhöfe wurden wegen Überfüllung geschlossen. Am Kurfürstendamm und Umgebung fuhr kein Auto mehr. Menschenmengen, soweit das Auge reichte.

In diesen Tagen war das Unmögliche möglich geworden und ich war wie elektrisiert. Man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen oder jemanden erzählen, der es nicht miterlebt hat: An dieser Mauer war die "Welt zuende"! Kein Durchkommen (wenn nicht ganz selten legal) ohne Schüsse gegen die DDR-Bürger bzw. oft stundenlanges Warten an den Grenzübergängen für die BRD-Bürger oder wenn man als West-Berliner über die Transitstrecke nach West-Deutschland wollte. Und dann tanzten Menschen auf der Mauer rum und die Grenzsoldaten waren wie gelähmt? Das war UNVORSTELLBAR! Fremde lagen sich vor Freude weinend in den Armen, sangen, klatschen und tobten vor Freude. Diese Bilder werde ich nie vergessen. Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich Berichte über den Mauerfall im Fernsehen sehe. Und das Komische ist, man kann einem Menschen, der damals nicht in West-Berlin gewohnt hat, nicht klar machen, was das Besondere an der "Insellage" war. Dieses außergewöhnliche Gefühl in West-Berlin zu leben, war einmalig.

Ich wünschte mir heute, jeder Einwohner dieses Landes hätte diese "Magie" fühlen können, die sich am 9. November und den darauffolgenden Tagen in Berlin abgespielt hatte. Ein Einwohner z.B. aus Bayern hat ja vom Mauerfall emotional nichts mitbekommen, außer die Bilder im Fernsehen. Heute ist alles so normal und selbstverständlich geworden, man fährt über die ehemalige Grenze, als ob nie etwas gewesen wäre.

Auf der einen Seite ist es ja schön, dass die Dinge so selbstverständlich sind, aber auf der anderen Seite ist das offensichtliche Vergessen eines solchen Ereignisses schon sehr merkwürdig. Leider war auch mein Gefühl, dass es nach einigen Wochen nur noch genervt hat, dass man stundenlang irgendwo warten musste, weil die Menschenmassen weiterhin nach West-Berlin strömten. Aus Freude wurde im Laufe der Zeit Gleichgültigkeit gegenüber den Folgen des Mauerfalls, denn der Alltag und die Bewegungsfreiheit war durch die Menschenmassen stark eingeschränkt. Es gab auch viele Dinge nicht mehr zu kaufen, weil gar nicht soviel produziert und geliefert werden konnte, wie gekauft wurde.

Heute hört man, dass die Mauer eigentlich in dieser Art nur aufgrund eines Missverständnisses im Politbüro gefallen war. Denn das sich zehntausende Menschen auf die Grenze zubewegten und ungehindert in den Westen strömten, war von der SED-Führung so nicht geplant gewesen. Die Ausreise sollte vereinfacht werden, das war die Grundplanung. Aber was Schabowski (Schreibweise?) da auf einer Pressekonferenz vorgelesen hat und so in einem Nebensatz erwähnte, war wohl in der Umsetzung anders gedacht gewesen. Die Menschen probierten es einfach aus und liefen auf die Mauer zu.

Was hab ich aus dieser Geschichte gelernt? Erstens, das sich Verhältnisse jeder Zeit ändern können und zwar schneller, als man sich vorstellen kann. Und das gilt in jeder Lebenslage.

Zweitens, das nichts im Leben von ewiger Dauer ist. Das kann für eine Mauer gelten oder die Erinnerung im Allgemeinen.

Drittens, das es unmöglich ist, Emotionen an die Nachwelt weiterzugeben.

Viertens, das Menschen Ereignisse im Laufe der Zeit einfach vergessen oder anders bewerten, als  sie  in einem gewissen Moment erlebt wurden.

Fünftens, das jeder Moment einmalig ist und so, wie er gelebt und gefühlt wurde, nicht wieder kommt. Die Zeit ist wie ein "Zug", der nur einmal an jeder Station hält. Fragt mich nicht warum, aber im Grunde liegt da für mich etwas Tragisches.

Geschrieben: März 2008


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6.2.18 22:04


Eintrag 1264

Nach mehrtägiger Krankheit (Erkältung / Schüttelfrost / ehöhte Temperatur) bin ich nun wieder gesund und werde morgen zur Arbeit gehen. Ich bin sehr gespannt, ob es erneut irgendwelche Veränderungen in den Arbeitsprozessen bzw. Aufgaben gibt und falls ja, um welche es sich handelt.

Ich freue mich auch drauf, mit meinem Kollegen M. in der Mittagspause eine Curry-Wurst essen zu gehen. In Kürze findet auch eine kleine Produktschulung statt. Als Mitarbeiter in der Buchhaltung kenne ich zwar die Preise, aber ich möchte sämtliche Produkte, die wir verkaufen, auch mal sehen und anfühlen.

7.2.18 13:36


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