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Eintrag 1295

In eigener Sache:

Wie ihr seht, habe ich eine kleine Veränderung auf der Startseite vorgenommen. Bevor meine einzelnen Blogeinträge zu lesen sind, wird als Einführungstext eine kurze Blogbeschreibung angezeigt. Dieser Text soll dem Leser vermitteln, das es sich um ein persönliches Tagebuch handelt.

2.5.18 10:09


Eintrag 1296

Der katastrophale Berliner Wohnungsmarkt ist hausgemacht

Eine Kolumne von Pascale A.

 

Wie bekannt ist, fehlen in Berlin zehntausende Wohnungen. Die Bevölkerungszahl dieser Stadt explodiert förmlich. Nach aktuellen Berichten hat Berlin die 3.6 Millionen-Marke deutlich überschritten.

Sogar florierende Wirtschaftszweige haben Schwierigkeiten geeignetes Personal in diese Metropole zu locken, weil es an bezahlbarem Wohnraum mangelt.

Besonders die "linken" Parteien (Rot-Rot-Grün) wucherten im Wahlkampf mit dem Thema "bezahlbare Mieten" und "Wohnungsbau". Doch nun, wo es eben dieses Bündnis gibt, fehlt es an vorzeigbaren Ergebnissen. Es ist klar, dass unter dem neuen Senat über Nacht nicht 40.000 neue Wohnungen entstehen können. Wie zu erkennen ist, fehlt es an einer städtebaulichen Vision in dieser Stadt. Wo ist der große Wurf?

Aktuell ist die Schrebergarten-Gemeinede in Berlin in heller Aufregung. Es gibt Diskussionen und Überlegungen, viele Wohnungen auf genau diese innerstädtischen Flächen zu errichten. Warum nicht? Im Berliner Umland gäbe es genügend Möglichkeiten für Lauben-Kolonien. Im Augenblick gibt es massiven Widerstand gegen die Neubaupläne. Vermutlich sind es genau diese Schrebergärtner, welche sich bei Bratwurst und Bier über die rasant steigenden Mieten beschweren. 

http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1278853/

Was helfen würde, wären Großprojekte, wie es sie in den 70ér Jahren gab. Man kann einen "Plattenbau" auch modern und ökologisch Gestalten ohne in die Bausünden der Vergangenheit zu verfallen.

In Norden von Berlin gibt es genau diese Überlegungen. Auf einem Feld am Stadtrand könnten 10.000 Wohnungen entstehen. Aber auch hier gibt es unerklärlicherweise massiven Protest aus der Bevölkerung. Es scheint so, als gönne man den Neuberlinern keine Wohnung. Dabei wäre jeder Neubau wichtig, um das Wohnungsangebot zu erhöhen und etwas Druck aus dem Mietkessel zu nehmen. Anstatt den großen Wurf zu wagen und 10.000 Wohnungen zu bauen, wird das Projekt verschoben und auf knapp 6000 Wohnungen abgespeckt.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/wohnungsbau-in-berlin-fuer-den-blankenburger-sueden-werden-die-plaene-abgespeckt/21199084.html

Was will der Berliner überhaupt? Günstige Mieten ohne neue Wohnungen im eigenen Kiez? Berlin ist eine Stadt mit vielen Grün- und Erholungsflächen und das ist auch gut so. Dennoch stellt sich die Frage, warum in Berlin so zögerlich gebaut wird.

Die größte innerstädtische Fläche (Flughafen Tempelhof) ist nach einem Bürgerentscheid zu einer Grillwiese verkommen, auf der bis auf Weiters, keine Wohnungen gebaut werden dürfen.

Eine andere Alternative wären Wolkenkratzer. Warum nicht in die Höhe bauen, wenn man nicht viel Bauland verschwenden will? Aber auch hier gibt es Widerstand. Die Wolkenkratzer-Pläne für den Alexanderplatz aus den 90ér Jahren sind nach wie vor nicht verwirklicht und wurden mehrfach geändert. Bisher steht nicht ein einziger Wohnturm. Andere Städte wie London, Frankfurt oder Paris haben auch Hochhäuser, warum tut sich Berlin so schwer damit?

Ich fordere den Senat auf, sich vor die Presse zu stellen und zu sagen, dass es in naher Zukunft keinen massiven Wohnungsneubau in Berlin geben wird und die Mieten aufgrund des Zuzugs weiter steigen werden. Lieber Schrebergarten statt Hochhäuser. Lieber auf dem Flughafen Tempelhof skaten anstatt Kitas oder Wohnungen zu bauen. 

Dem protestierenden Schrebergärtner sei gesagt, dass er aufgrund seines Verhaltens seine eigene steigende Miete mit zu verantworten hat. Es ist zumutbar, für ein erholsames Wochenende etwas Fahrtzeit inkauf zu nehmen. Es ist aber nicht zumutbar, dass die steigenden Mieten die Existenzen von Menschen bis in die Mittelschicht gefährden.

3.5.18 13:10


Eintrag 1297

In diesem Monat werden die Weichen für meine Arbeitszeit nach dem 31.8. gestellt. Ich werde mich Ende Mai erneut arbeitssuchend melden mit allen terminlichen Konsequenzen, die meinem Arbeitgeber nicht gefallen werden.

Nach meinen Informationen muss mich der Arbeitgeber für Vorstellungsgespräche etc. bezahlt freistellen. Im Grunde fühle ich mich in meiner Firma wohl und möchte dort weiter beschäftig bleiben. Ich werde nächste Woche das Gespräch mit meiner Teamleiterin suchen und ihr den Brief vom "Arbeitsamt" zeigen. Zuvor mache ich ihr deutlich, dass ich den Bewerbungsprozess nicht möchte und auch nicht durchführen werde, wenn ich eine Zusage für eine Vertragsverlängerung erhalte.

Sollte sie jedoch zögerlich sein, dann muss ich an mich denken und werde die Zeit nutzen, um nach Vertragsende eine neue Beschäftigung zu finden. Der Arbeitsmarkt ist für Sachbearbeiter in der Buchhaltung gut. Die Chancen sind eher auf meiner Seite. 

Im Grunde kennen mich alle. Ich liefere saubere Arbeit ab, auch wenn ich nicht fehlerlos bin. Meine Arbeitsweise ist konzentriert und ruhig. Es gibt aus meiner Sicht genügend Gründe mich weiter zu beschäftigen.

4.5.18 11:31


Eintrag 1298

In ungefähr 4 Monaten findet Leonards Einschulung statt. Dieser Tag ist für ihn sehr wichtig und er markiert den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Den Schulranzen inklusive "Federtasche" hat er bereits von meiner Mutter geschenkt bekommen. Leonard hütet ihn wie ein Augapfel. 

Im Grunde fängt auch für mich als Wochenend-Papa ein neuer Lebensabschnitt an. Die Betreuungszeiten hängen dann vermehrt von den Schulferien und nicht mehr von Kitaschließzeiten ab. Ich habe mir fest vorgenommen meinen Sohn weiterhin ca. 1 Mal im Monat zu besuchen und bei den Schularbeiten zu helfen. 

Es ist mir ein Herzensanliegen mich um die schulische Entwicklung meines Kindes zu kümmern. Mir ist bewusst, dass die gemeinsamen Schularbeiten vielleicht nicht immer einfach sein werden, denn welches Kind macht schon gern Hausaufgaben mit seinen Eltern? Aber das müssen wir gemeinsam lernen und es wird die Vater-Sohn-Beziehung weiter stärken.

Schon heute versuche ich sein Interssse an "Zahlen" bei den abendlichen Telefonaten oder den Papa-Wochenenden zu fördern. Dabei kommt Leo von ganz allein auf mich zu und stellt mir Fragen, die ihn interessieren.

Leonard hat viel Freude an Pflanzen und Gartenarbeit. Es gibt für ihn kaum etwas Schöneres als Blumen in die Erde zu setzen und zu gießen. Weiterhin klettert er gern auf geeignete Kletterbäume. Ich bekomme immer einen halben Herzinfarkt, wenn ich meinen Sohn in 4 Meter Höhe in den Ästen hängen sehe:-) Stets versuche ich ihm gegenüber meine Sorgen nicht zu zeigen, denn ich möchte ihn in seinen Fähigkeiten motivieren.

Weiterhin beginnt er mich zu fragen, was ich gern esse oder wovor ich Angst habe. Er entwickelt so seine empathischen Fähigkeiten und lernt zuzuhören, wenn andere Menschen über ihre Gefühle reden.

7.5.18 08:34


Eintrag 1299

Das frühlingshafte Wetter soll wohl in dieser Region noch bis zum Mittwoch anhalten. Pünktlich zum Vatertag soll es vermutlich dann regnen oder gewittern. Warten wir es ab.

Der heutige Arbeitstag war stressig, denn ich hatte verhältnismäßig viele Kundenanliegen zu bearbeiten. Die meisten Fälle konnte ich selbständig lösen, einige wenige musste ich meinen beiden Kollegen weiterleiten, da mir PC-Zugänge fehlen.

Zum Mittagessen gab es eine Linsensuppe mit Wurst. Mein Kollege und ich haben wieder einmal im Europacenter gegessen. Vor wenigen Minuten habe ich mit Leonard telefoniert und ihm 3 Gute-Nacht-Geschichten erzählt.

7.5.18 19:24


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