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Eintrag 1194

Ein bisschen Ich.

Teil 14. Vom Partei-Soldaten zum Anti-Politiker.

Jeder, der mich während der Siegener Zeit persönlich kennengelernt hat, der weiß, dass ich viele Jahre einer Partei bzw. Bewegung angehörte und Stolz darauf war. Ohne zuviel zu verraten, steht diese Partei für Solidarität und den großen Weltfrieden.

Ich betreute Wahlkampf-Info-Stände, verteilte Parteizeitungen + Flyer, hing Plakate an Laternen auf und nahm regelmäßig an Parteiveranstaltungen teil. Nach einer erfolgreichen Kommunalwahl vertrat ich meine damalige Partei in zwei Ausschüssen. All das bereitete mir große Freude, denn ich empfand es als wichtig eine politische Meinung zu haben und dafür zu werben.

In der Partei lernte ich symphatische Menschen kennen, u.a. meine Vaterfigur "Hans-Dieter".

Doch während der letzten Jahre vor meinem Parteiaustritt, hatten einige politische Ereignisse meine Einstellung ins Wanken gebracht. Dazu kam, dass ich die Ortspartei als ein Spannungsfeld zwischen "Solidarität und Wirklichkeit" erlebte.

Untereinander herrschte teilweise ein Klima aus Misstrauen, Verfolgungswahn, Egoismus, Egozentrismus und Denunzation. Auch die Interpretation diverser geschichtlicher Ereignisse grenzte bei so mancher Person an Geschichtsverknitterung.

Wollten sie nicht anders sein, als die anderen Parteien? Haben sie den Menschen in den vielen Wahlkämpfen nicht gesagt: "Wir sind anders! Wir machen alles anders.."? Doch was ich an Mitmenschlichkeit erlebte, war nichts geringeres als ein totaler Widerspruch ihrer Grundsätze. Sind vielleicht ihre Grundsätze wirklichkeitsfremd und ein bloßer Wunschtraum? Sind sie naiv, weil sie dachten, sie seien die "besseren" Menschen? Wie wollen sie die große weite Welt verändern, wenn es schon im eigenen, kleinsten und erweiterten Kreis nicht funktioniert? Wenn es um die eigenen, innerparteilichen Vorteile geht, kommt das "normale" menschliche Verhalten zum Vorschein.

Die Verhaltensmuster untereinander waren aus meiner Sicht wie in der Schule, in den Führungsetagen eines Unternehmens oder in anderen Parteien und nicht, wie man vermuten könnte, fairer. Vielleicht sollten sie ihre Ideale mehr am menschlichen Verhalten ausrichten und nicht versuchen, das menschliche Verhalten in eine ideologische Zwangsjacke zu stecken?

Ich hatte mich damals im Eintrag 613 ausführlicher zu meinem Austritt geäußert.

Wenn ich darüber nachdenke, fällt mir ein Satz aus diesem alten Eintrag ein, den ich nochmal zitieren möchte:

 "1. Ich bin nicht mehr derjenige Pascale, der ich vor wenigen Jahren war, denn ich habe mich weiterentwickelt. Somit haben sich auch Teile meiner politischen Anschauung verändert..."

Dieser Satz war der Kerngedanke, der meine Entscheidung auslöste, die Partei zu verlassen. Ich hatte mich verändert und passte nicht mehr zur Partei. Ich gebe zu, dass ich mich heute noch dabei ertappe "Wir" zu sagen, wenn ich mit Menschen über Politik diskutiere.

Leider standen Verhaltensweisen einiger Mitglieder diametral zu den Schlagworten, welche die Partei auf ihre Fahnen schrieb.

Diese Widerprüche (meine eigene Veränderung und die Verhaltensweisen von Mitgliedern) hielt ich nicht mehr aus.

Ich genieße heute meine politische Freiheit, nicht mehr in Parteischubladen denken zu "müssen". Die Welt ist größer und vielfältiger als eine Partei. Die Mitgliedschaft in einer Partei kann darin münden, dass man sich nicht mehr "traut" anders zu denken, als es die Partei vorgibt. Man möchte schließlich Teil der Gemeinschaft bleiben und nicht so völlig aus der Art schlagen.

Es fing schon an, dass ich mich oft rechtfertigen musste, welche Zeitungen ich lese bzw. woher ich meine Informationen habe. Damit wurde mir unterstellt, dass ich mich von den Medien, die auf "der anderen Seite" standen, manipulieren lasse. Dieser Standpunkt wiederum unterstellt mir Dummheit, weil ich das Gelesene nicht reflektieren kann:-)

Mir ist wohl bekannt, dass die eben beschriebenen Phänomene auch in anderen Parteien vorkommen.

PS: Dieser Eintrag enthält sowohl neue Gedanken als auch Elemente älterer Einträge.

2.9.17 10:23
 
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