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Eintrag 1262

Ein bisschen Ich.

Teil 17. Schlager, der Erinnerungsanker in meine frühe Kindheit.

Jeder kennt dieses Phänomen, das ein Lied oder ein Künstler an eine Epoche bzw. einen Moment aus der eigenen Kindheit / Jugend erinnert.

Mein Vater hörte sehr gern den 70ér Jahre Schlager (Bernd Klüver, Howard Carpendale, Roland Kaiser, Andrea Jürgens, Jürgen Marcus, Udo Jürgens u.v.m). Diese Musikrichtung hörte ich zwangsläufig in meinen ersten Lebensjahren im Fernsehen (ZDF-Hitparade), Radio oder auf Musikkassetten.

Diese Art von Schlager assoziiere ich mit meinem Vater und den frühkindlichen Ausflügen in Kneipen und Gastwirtschaften, die sich fast ausschließlich bei den gemeinsamen Spaziergängen ergaben.

Mein Vater konnte mich stets mit der gleichen Masche locken:

"Ich gebe Dir 5 Mark für den Flipper und wir bleiben nur für eine Stunde". Da ein Kind den Aussagen seines Vaters vertraut, wurde ich jedes Mal enttäuscht. Aus einer Stunde wurden 6 oder 7 Stunden. Als die 5 Mark verklimpert waren, wurde mir langweilig. Mein Papa wollte mich nicht allein nach Hause gehen lassen, weil er mich als Stütze für den Heimweg brauchte.

Und so saß ich Stunde für Stunde an einem Tisch und sah meinem Vater beim Skat-Spielen und Trinken zu, während Roland Kaiser "7 Fässer Wein" in mein Kinderohr trällerte. Ich sah zu, wie er sich mit den Skat-Mitspielern stritt, sein Geld verlor und ins Gebüsch fiel, weil ich ihn nicht tragen konnte. 

In all der Gemengelage zwischen dem Spielen auf dem Spielplatz, der Ehe-Krise meiner Eltern und dem Untergang meines Vaters, ertönte überall dieser Schlager.

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Wie oft saß er mittags, als ich aus der Schule kam, weinend auf der Terrasse und hörte "Geh nicht vorbei" oder " Es fährt ein Zug nach Nirgendwo" (Christian Anders)? Ich war mit all diesen Emotionen überfordert und ging in mein Kinderzimmer. Mein Vater brauchte diese schweren Texte, um das jahrelange Schweigen zwischen ihm und meiner Mutter verarbeiten zu könnnen. Besonders dramatisch reagierte er auf Bernd Clüvers "Der kleine Prinz".

Ich habe nach seinem Tod nie wieder einen Menschen wie ihn kennengelernt, der mit Wonne und Lust sterben wollte. Er hatte sich aufgegeben und seinen Untergang vor seinem Umfeld zelebriert. Leider spielte er mit meinen Hoffnungen, das alles besser wird. Ich wusste nicht, dass er bereits Anfang der 80ér Jahre keine Chance mehr hatte. Welches Kind wünscht sich keinen gesunden Vater?

Im zarten Alter von 4 Jahren waren meine ersten Lieblingslieder "Das Lied von Manuel" und "Das Lied der Schlümpfe".

In diesem 70ér-Jahre-Schlager stecken sowohl meine musikalischen Wurzeln, die ich nicht leugnen möchte als auch meine zertrümmerte Sehnsucht nach einem geordneten Familienleben.

In dem Song "Und dabei liebe ich Euch beide" (Andrea Jürgens) erlebe ich die zerstörte Ehe meiner Eltern und meine damalige Angst, einen Elternteil zu verlieren, noch einmal neu.

Als Anfang der 80ér Jahre die "Neue Deutsche Welle" aufkam, entwickelte ich meinen Musik-Geschmack weiter, auch wenn mein erstes Pop-Idol "Elvis Presley" war.

5.2.18 21:10
 
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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (6.2.18 16:42)
Ja, mit Musik kann ich ebenfalls viel assoziieren.
Erinnerung und Hoffnung liegen da eng zusammen.

Liebe Grüße, Marie


Pascale (6.2.18 17:01)
Diese Schlagerzeit werde ich immer mit meinem Vater und seinem Tod verbinden.

Liebe Grüße


E. (6.2.18 17:21)
Das hast du mir nie erzählt....


Pascale (6.2.18 17:25)
Dann weisst du es jetzt.
LG

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