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Eintrag 1005

Ein bisschen Ich.

Teil 13. Pascale, der Vollblut-Papa.

Dieses Kapitel ist eine Zusammenfassung bereits geschriebener Texte, die sich um meine Vaterrolle drehen, ergänzt mit neuen Gedanken.

Vorwort: Ich liebe das Wesen der Kinder und finde es interessant, wie sie jeden Tag ihre Welt entdecken. Ich habe den Eindruck, dass mich diejenigen Kinder, die ich über den Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis kennengelernt habe, sehr mögen. Sehr gern spiele ich mit Kindern (und sie mit mir) und ich bringe ihnen mit größtem Vergnügen etwas bei. Sie danken es meistens mit einem Lächeln.

-Vorwort Ende-

Rückblick: Die Geburt

Alles begann am 02.10.2011 morgens gegen 09.00 Uhr. Leonards Mutter sagte mir: "Ich glaub es geht bald los!".

Wir riefen im Kreißsaal an, schilderten die Symptome und sollten auch bald dorthin kommen, wie man uns am Telefon sagte. Ich rief meinen Freund E. an, der uns auch schnell ins Krankenhaus fuhr. Dort wurde meine damalige Frau untersucht und man stellte fest, dass die Geburt noch ein paar Stunden entfernt ist. Sie wurde auf der Station aufgenommen, bekam ein kleines Mittagessen und wir wanderten ein bisschen durch das Krankenhaus bzw. über den Krankenhaushof. Das Wetter war herrlich warm, genau richtig für einen kleinen Spaziergang auf dem Krankenhausgelände.

Gegen Mittag fuhr ich mit E. kurz nach Hause, um noch einige Sachen zu holen. Ich blieb die ganze Zeit im Krankenhaus und war auch während des gesamten Geburtsvorganges dabei.

Abends nach dem Abendessen stellte sich uns die Frage, ob ich nach Hause fahren oder mit in der Klinik bleiben sollte.

Es wird vom Krankenhauspersonal nicht so gern gesehen, wenn die werdenden Väter nachts im Flur herumlungern wollen. Im Krankenhaus war auch eine kleine Kapelle, die Rund um die Uhr geöffnet ist. Also entschied ich mich nach kurzer Überlegung gegen 22.00 Uhr in die Kapelle zu gehen, um mich dort in aller Stille etwas auszuruhen. Die Kapelle war während dieser Zeit, außer mir, menschenleer.

Es war ein bewegender Augenblick: Pascale, kurz vor der Geburt seines Sohnes in einer Kapelle vor dem großen Jesus-Kreuz:-) Ich schlief zwei Stunden, dann rief mich Leonards Mutter auf meinem Handy an, welches die ganze Zeit auf "lautlos" gestellt war und sagte mir, dass ich in den Kreißsaal kommen sollte. Es gab eine weitere Untersuchung und es wurde entschieden, dass sie im Kreißsaal bleiben solle. Nach vielen Stunden des Wartens und weiterer kleiner Untersuchungen stand morgens um 08.00 die eigentliche Geburt kurz bevor. Es kam neben den Hebammen noch ein Arzt dazu, der die Geburt mit begleitete. Um 09.10 war es dann soweit, Paul Leonard erblickte das Licht der Welt und mir rollten Freudentränen über mein Gesicht. Die Geburt verlief insgesamt betrachtet fast reibungslos. Dann konnte ich ihn endlich in den Armen halten! Wir kamen nach einer halben Stunde und einigen kleinen Untersuchungen wieder auf das Stationszimmer.

Nach rund 28 Stunden ohne Schlaf fuhr E. mich gegen Mittag nach Hause, damit ich ein paar Stunden schlafen konnte. Abends fuhr er mich wieder ins Krankenhaus, bevor wir in einer Kneipe landeten:-)

-Rückblick Ende-

Nach der Geburt

Ich wuchs beständig in meine neue Lebensrolle als Vater hinein.

Für mich war es selbstverständlich Leonard zu windeln, ihn zu füttern, mit ihm spazieren zu gehen oder zu spielen sowie ihn aus seiner Kita abzuholen. Offen gestanden habe ich mich vor seiner Geburt auf genau diese Dinge gefreut.

Wie es nun einmal bei den meisten Kindern so ist, fühlte sich Leonard eher zu seiner Mutter hingezogen. Dieser Prozess ist "natürlich" und ich war nicht eifersüchtig darauf, wenn er gelegentlich nicht in meinen, sondern in den Armen seiner Mutter liegen wollte. 

Es gab auch Tage, die nicht einfach waren, weil ich lieber im Bett liegen geblieben wäre, anstatt morgens um 06.00 aufzustehen, um ihn in den Tag zu begleiten. Seine Mutter und ich haben uns in diesen Dingen abgewechselt.

Besonders zeitverzehrend war die abendliche Einschlafprozedur, da Leo nicht allein einschlafen wollte und heftig weinte, wenn wir die Nähe seines Bettes verließen. Mitunter dauerte es einige Stunden, bis er einschlief.

                    Nach der Trennung

Ich bin stolz darauf, dass ich, bis zur Trennung, sein täglicher Vater sein konnte.

Die Vater-Sohn-Beziehung war und ist innig, obwohl sie sich, nach der räumlichen Trennung, naturgemäß veränderte. Ich bekomme jedes Mal eine Gänsehaut, wenn Leo mit seinen Koffern vor mir steht und sich auf einen Papabesuch freut. Mir fällt es nicht leicht "Normalität" in der kurzen Zeit eines Besuchs hineinbringen zu können. Meistens braucht er ein paar Minuten, um "anzukommen" und sich an das Umfeld zu gewöhnen, obwohl es ihm vertraut ist.

Als ich im Oktober 2014 wieder nach Berlin zog, war die Umstellung vom Vollzeit-Papa zum Wochenend-Papa für mich nicht leicht. Leonard und ich meisterten die Veränderungen jedoch mit Bravour. Er scheint die Umstellung gut verkraftet zu haben, worüber ich sehr froh bin.

Als er noch in Dresden wohnte, holte ich ihn an jedem zweiten Wochenenende mit dem Fernreisebus nach Berlin, damit er das Papa-Umfeld erleben konnte. Die Fahrtzeit betrug knapp 2 Stunden, sodass ein Holen oder Bringen schnell über die Bühne gebracht werden konnte.

Als ich erfuhr, dass Leonard wieder nach S. ziehen wird, schrieb ich für ihn folgendes Gedicht:

 

Lebensautobahn.

 

Mein Schicksal

brennt schwerelos.

Reisebus fährt

auf verwischten Lebenslinien

geradeaus in die Vergangenheit.

Jeder Autobahnkilometer

ein Herzschlag im Nirgendwo.

Turbodiesel Kinderglück.

Meine Schwimmflügel

haben keine Chance.

Mein Motor

ist sein Lächeln,

heute und morgen.

 

Pascale A.

Berlin, Juli 2015

 

Als er noch ein kleines Baby war, sangen seine Mutter oder ich ihm dieses selbsterfundene Einschlaflied vor. Ich habe es gerade beim Stöbern in meinem Blog wiedergefunden. Der Text wurde in der Melodie des Liedes "Jetzt fahrn wir übern See..." in einer sehr langsamen Variante gesungen.

 

Jetzt gehn wir schlafen,

schlahahafen,

jetzt gehn wir schlahafen.

Jetzt gehn wir schlafen,

schlahahafen,

jetzt gehn wir schlahafen.

Wir gehen in die Heia,

Heiaheiaheija,

wir gehen in die Heia,

das Traumland wartet schon.

Wir gehen in die Heia,

Heiaheiaheija,

wir gehen in die Heia,

das Traumland wartet schon.

 

Gleich schläfst Du 

tief und fest tief und fest,

gleich schläfst Du tief und fest.

Gleich schläfst Du 

tief und fest tief und fest,

gleich schläfst Du tief und fest.

Und hast ganz schöne Träume,

wünderschöne Träume.

Und hast ganz schöne Träume,

weil der Mondbär Dich beschützt.

Du hast ganz schöne Träume,

wünderschöne Träume.

Du hast ganz schöne Träume,

weil der Mondbär Dich beschützt.

 

Morgen früh wachst Du auf

wachst Du auf,

morgen früh wachst Du auf.

Morgen früh wachst Du auf

wachst Du auf,

morgen früh wachst Du auf.

Dann gibt es wieder Küsschen,

ganz ganz viele Kühüsschen,

dann gibt es wieder Küsschen,

soviel Du ertragen kannst.

Dann gibt es wieder Küsschen,

ganz ganz viele Kühüsschen,

dann gibt es wieder Küsschen,

soviel Du ertragen kannst.

- Text Ende-

Wenn es um die Vater-Sohn-Beziehung geht, läuft mein innerer Motor auf Hochtouren. Ich habe eine äußerst große Reisebereitschaft entwickelt, damit ich an seinem Leben teilhaben kann.

Da sich mein Leben seit einigen Monaten in einem erneuten Veränderungsprozess befindet, besuche ich Leonard zur Zeit möglichst oft in S. Das Papa-Wochenende wird mit einem Besuch an der Uni verbunden. Leider ist so eine Reise zu einer Frage des Geldbeutels geworden, weil ich aufgrund meines Studentenarbeitsvertages deutlich weniger Einkommen beziehe als mit meinem Vollzeitarbeitsvertrag. In nicht allzu langer Zeit wird er mich wieder in Berlin besuchen können.

Gefühlsmäßig war die Umstellung vom Vollzeit-Papa zum Wochenend-Papa für mich eine Katastrophe. Vor dem Umzug sah ich Leonard jeden Tag, doch dann nur noch alle 2 Wochen. Ich verpasste große und kleine Entwicklungsschritte sowie seine alltäglichen Erlebnisse. Jedes Mal, wenn ich ihn sah, gewann ich den Eindruck, als sei er ein anderes Kind. Ich kann den Spruch meiner Oma nun verstehen, wenn sie zu mir als Kind nach längerer Besuchspause sagte: "Pascale, Du bist aber groß geworden!". 

Es ist ein sonderbares Gefühl, meine tiefen und latenten Vatergefühle an den meisten Tagen des Jahres "herunterfahren" zu müssen, da Leonard nicht anwesend ist und ich sie nicht ausleben kann. Um kurz nach 19.00 werde ich innerlich unruhig und tanze halb um das Telefon herum. Leo ruft mich vor jedem Einschlafen an und ich konzentriere mich vor Freude darauf, seinen Anruf nicht zu verpassen. Diese paar Minuten Telefonat ist die einzige Zeit am Tag, an denen ich meine Vatergefühle ausleben kann.

Wochenend-Väter neigen manchmal dazu, das Kind etwas großzügiger zu behandeln, weil man die wenige Zeit, die man sein Kind sieht, es lachen sehen möchte. Vielleicht ist das ein "Fehler", an dem ich noch arbeiten werde. Selbstversändlich gibt es feste Regeln, an die sich Leonard halten muss. Dennoch sollte jeder, der über Wochenendväter meckert, sich in unsere Lage versetzen und überlegen, ob er nicht ähnlich handeln würde, wenn er/sie sein Kind nicht so häufig sieht.

Ich habe etwas die Erziehungs-Philosophie meines Vaters übernommen, der sagte: "Pascale, alles im Rahmen!". Er ignorierte meinen Schabernack bis zu einem gewissen Punkt. Erst dann schritt er ein und zeigte mir eine Grenze auf.

Ich merke gelegentlich, wenn ich Leo keine negative Aufmerksamkeit gebe, dass er von ganz allein aufhört am Essenstisch zu zappeln. Es gibt halt nicht immer ein "Richtig" oder "Falsch" in der Erziehung ;-)

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich Leonard sehe, um die wenige Zeit, die wir miteinander haben, genießen zu können :-)

Das Leben ist ein dynamischer Prozess. Alles ist im Fluss und im Wandel. Ich liebe Leonard bedingungslos und möchte ihn, so gut es geht, auf all seinen schönen und weniger schönen Lebenswegen als Vater begleiten.
 
Die Türen werden für ihn immer offenstehen. Das sehe ich als selbstverständlich an, denn ich bin ein Vater mit Leib und Seele!
28.6.16 20:17
 
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