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- Ein bisschen Ich

Eintrag 995

Ein bisschen Ich.

Teil 12. Pascale, die Flexibilität in Person.

Dieses Kapitel soll nicht im Widerspruch zum Kapitel 5 "Meine sensiblen Antennen und Veränderungen" stehen.

Dort schrieb ich u. a., dass ich spontane Veränderungen nicht sehr mag, auch wenn es Ausnahmen gibt, wie z.B. das Kennenlernen meiner zukünftigen Frau, die Verlobung und das Zusammenziehen mit ihr :-) Ich habe gelernt, dass Neuerungen im Leben positiv sein können. 

Leider gab es diverse Veränderungen in meiner Vergangenheit, die Teile meines Lebens in eine negative Bahn lenkten. Ein tragisches Beispiel dafür ist meine Vaterrolle und die räumliche Trennung von Leonard, denn von meinem Herzen bin ich ein Vollblut-Papa. Ich schilderte meine diesbezügliche, katastrophale Gefühlslage in der Kategorie "Erlebnisse" Teil 57 "Meine Erfahrungen als Wochenend-Papa".

Wenn es um die Vater-Sohn-Beziehung geht, läuft mein innerer Motor auf Hochtouren. Ich habe eine äußerst große Reisebereitschaft entwickelt, damit ich an seinem Leben teilhaben kann.

Als er in Dresden wohnte, holte ich ihn mindestens an jedem zweiten Wochenende nach Berlin, damit er das Papa-Umfeld erlebt. Da sich mein Leben seit einigen Wochen in einem erneuten Veränderungsprozess befindet, besuche ich Leonard zur Zeit möglichst oft in S. Das Papa-Wochenende wird mit einem Besuch an der Uni verbunden. Leider ist so eine Reise zu einer Frage des Geldbeutels geworden, weil ich aufgrund meines Studentenarbeitsvertages deutlich weniger Einkommen beziehe als mit meinem Vollzeitarbeitsvertrag. In nicht allzu langer Zeit wird er mich wieder in Berlin besuchen können, wenn ich Urlaub bekomme und sich gewisse Dinge eingependelt haben.

Als ich erfuhr, dass Leonard wieder nach S. ziehen wird, schrieb ich für ihn folgendes Gedicht:

 

Lebensautobahn.

 

Mein Schicksal

brennt schwerelos.

Reisebus fährt

auf verwischten Lebenslinien

geradeaus in die Vergangenheit.

Jeder Autobahnkilometer

ein Herzschlag im Nirgendwo.

Turbodiesel Kinderglück.

Meine Schwimmflügel

haben keine Chance.

Mein Motor

ist sein Lächeln,

heute und morgen.

 

Pascale A.

Berlin, Juli 2015 

 

Ein weiterer Beleg für meine Flexibilität ist die Fahrt zu meiner Arbeitsstätte nach Potsdam. Die Fahrtzeit beträgt fast 2 Stunden, sodass ich 4 Stunden täglich nur in der S-Bahn und Straßenbahn sitze. Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, dann reduziert sich diese Zeit deutlich. Da ich meine Arbeit und meine Kollegen sehr mag, nehme ich all das gern in Kauf.

Ich arbeite in einer Branche, in der nur dasjenige Unternehmen überleben kann, welches sich den ständigen Veränderungswünschen der Kunden anpasst. Somit entstehen neue Projekte mit neuen Kollegen. Ein Mitarbeiter kann von der einen Sekunde zur anderen in eines dieser neuen Projekte hineinversetzt werden, was wiederum das Erlernen von neuen Arbeitsablaufprozessen und einen neuen Sitzplatz zur Folge hat. Außerdem begenet er neuen Kollegen, weil die Teams eine Art separietes Eigenleben führen. Auch die Arbeitsabläufe innerhalb dieser Projekte ändern sich häufig, wenn der Kunde das wünscht.

All diese Dinge bedeuten für mich, dass ich ein hohes Maß an Flexibilität als Eigenschaft mitbringen muss, wenn ich in dieser Branche dauerhaft arbeiten möchte. Es herrscht eine hohe Mitarbeiterfluktuation, sodass ich ständig neue Kollegen um mich herum habe.

Aus diesem Grund benötige ich eine gewisse Beständigkeit in meinem Privatleben, damit ich eine Insel habe, die mir vertraut ist.
4.6.16 18:50


Eintrag 989

Ein bisschen Ich.

Teil 11. Emphatie und ein guter Zuhörer.

Im Grundsatz ist dieses Kapitel eine Ergänzung von Teil 9. Pascale der Diplomat und Konfliktlöser.

Die Voraussetzung, in Konflikten zu vermitteln und nach diplomatischen Lösungen zu suchen, ist eine gewisse Emphatie zu besitzen und die Gabe zu haben, zuhören zu können.

In diesem Kapitel meine ich nicht das "alltägliche Zuhören", wie:" Pascale, vor 3 Stunden habe ich dich gefragt, ob Du bitte den Müll runterbringst. Hast Du nicht zugehört?" In dem Bereich des "alltäglichen Zuhörens" gestehe ich die ein oder andere Schwäche ein, auch wenn ich dennoch den Müll runterbringe:-)

In meiner späten Jugendzeit saßen sämtliche Freundinnen meiner Kumpels aus meiner Jugend-Clique bei mir auf der Dachterrasse und tranken Kaffee. Der "Kaffee-Klatsch bei Pascale" war beliebt und ein wöchentliches Ritual. Ich war immer der einzige Mann in der Runde. Die Frauen fühlten sich in meiner Nähe aufgehoben und wohl, weil ich ihnen unbewusst eine vertrauensvolle Atmosphäre schuf. Das ist ein Teil meiner Ausstrahlung, wie mir oft nachgesagt wurde.

In meiner Gegenwart kann man frei und offen sein, es gibt keinen Grund sich bei mir "verstellen" zu müssen. Die oben genannten Freundinnen plauderten offen über Sorgen sowie Nöte und suchten meinen Rat. Gelegentlich baten die Frauen auch um 4-Augen-Gespräche, in denen sie mir ihren Kummer mitteilten. Ich hörte einfach konzentriert zu, ohne ins Wort zu fallen. Im weiteren Verlauf der Gespräche wollten sie manchmal einen Lösungsvorschlag, welchen ich ihnen dann mitteilte.

Meine Kumpels wussten, dass sich die Frauen bei mir ausweinten und veräppelten meine Kaffee-Klatsch-Runden. 

Eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Frauen reihenweise auf meinem Sofa saßen, war und ist, dass ich extrem verschwiegen bin. Ich bin ein großer Geheimnisträger, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Mir werden Dinge anvertraut, die andere Personen in Bedrängnis bringen könnten, aber ich erzähle nie etwas weiter. Ich ziehe nie einen Vorteil  aus einer mir anvertrauten Information, auch dann nicht, wenn ich mich mit der Person streite. Und all das wissen die Menschen, die mich kennen.

Allgemein:

Ich versuche mich in die Situation meines Gesprächspartners hineinzuversetzen und schlüpfe dann in 3 Rollen. Für jede dieser Rolle stelle ich mir folgende Fragen:

1. Wie würde ICH in der Situation reagieren?

2. Wie würde mein Gegenüber, mit seiner mir bekannten Biographie, in der Situation reagieren?

3. Wie könnte die andere Person, in der mein Gegenüber in einen Konflikt steht, reagieren (soweit ich ihn kenne)?

Den weiteren Konfliktlösungsverlauf habe ich bereits in Kapitel 9 beschrieben.

"Kommunikation" und "Konflikte" waren ein Bestandteil meiner Abschlussarbeit an der Uni (Bachelor-Arbeit). Ich mag dieses Thema irgendwie. 

Das Zuhören ist nicht immer einfach. Es hängt sowohl von meiner Tagesform als auch von meiner Konzentrationsfähigkeit ab, ob ich die Kraft habe, mich in eine andere Person hineinzuversetzen. 

Das Zuhören und Konfliktlösen fällt mir bei Nicht-Partnern einfacher, weil es eine emotionale Distanz zu denjenigen Problemen gibt, die gelöst werden sollen. Bei partnerschaftlichen Problemen ist man naturgemäß an einem Konflikt nicht ganz unschuldig, daher wird man, leider, "betriebsblind".

Eine Schwäche von mir ist, dass ich mich oft zu Unrecht kritisiert fühle und schnell in eine Verteidigungsposition verfalle. Mir fällt es schwer, Kritik von einer anderen Person in demjenigen Moment, in dem sie geäußert wird, anzunehmen. Nach einem gewissen Zeitabstand und einem Denkprozess gestehe ich dann doch die ein oder andere Kritik an mir ein. Es kommt auch vor, dass ich der Person sage:" Ja, Du hast Recht." Ich habe überhaupt kein Problem damit, mich für ein Fehlverhalten zu entschuldigen. Das Eingestehen eines Fehlers mit einer Entschuldigung ist aus meiner Sicht keine charakterliche Schwäche, sondern eine Stärke.

In so einem Falle ist es wichtig, dass mir mein Gegenüber zuhört und mich versucht zu verstehen.

Der Ort und die Situation ist für kritische Gespräche von höchster Bedeutung. Die Warteschlange an der Kasse eines Supermarktes ist für emotionale Themen kein geeigneter Ort.

Ich weiß, dass ich in einem hohen Maße selbstkritisch bin und mich gern selbst reflektiere. Dennoch bin ich nicht immer ein einfacher Mensch, denn ich habe meine Ecken und Kanten. Man braucht auch eine gewisse Portion Geduld mit mir:-)

17.5.16 22:19


Eintrag 981

Ein bisschen Ich.

Teil 10. Melancholische Phasen.

Wer meinen Blog liest, der weiß, dass ich gelegentlich melancholische Phasen habe, in denen ich negative Gefühle hervorhebe. Ich schwebe dann zwischen den Gezeiten, in denen meine Gedanken nicht schweigen. Es ist ein Gefühls-Mix aus Traurigkeit, gepaart mit Nostalgie. "Damals war alles anders und besser!"

Ich lasse mich treiben und fliege in meine Vergangenheit. Die Gegenwart spielt für Stunden keine große Rolle, denn ich vergesse alles um mich herum. Auf Personen wirke ich 1000 Kilometer entfernt, bis ich aus meiner Melancholie wieder aufwache.

Ich suche dann gern die Einsamkeit, höre allein Musik und möchte Träumen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Teile aus meiner Vergangenheit zu verarbeiten. Ich reflektiere mich selbst, um Fehler zu erkennen und aus ihnen zu lernen. Die Melancholie ist ein Spiegel, in dem ich eine Lebensphase für einen Moment beobachte. Zwischen dem Erkennen und Lernen existiert ein langer Prozess. Manchmal suche ich in meiner Vergangenheit den Schlüssel für Problemlösungen in der Gegenwart. All das geschieht jedoch nicht bewusst, sondern spielt sich im Unterbewusstsein ab.

Auslöser für diese Phasen können ganz banale Situationen sein, wie z. B. ein Gespräch, ein Foto, ein Lied, ein Streit oder eine Feier. Generell mag ich es nicht, wenn ich falsch verstanden werde und keine Möglichkeit mehr habe, meine Position zu erläutern.

Gelegentlich sind solche Stunden der Beginn eines neuen Textes bzw. eines neuen Gedichtes, in denen ich gern zu Übertreibungen neige. Ich vermute, dass einige Musiker in ähnlichen Gefühlslagen neue Kompositionen kreieren.

Eine tiefe Traurigkeit überkommt mich oft, wenn ich Leonard nach einem Aufenthalt wieder abgegeben habe. Meine intensiven Vatergefühle muss ich dann wieder reduzieren, weil seine Abwesenheit ein großes Loch in meine Emotionaliät reisst. Mir fehlt sein Lachen und seine kindlich lebendige Art. Mir fehlen die Gute-Nacht-Geschichten der "Igel-Familie", das Aufbauen der Eisenbahn und die Nähe, die er zu mir sucht. Vor dem Einschlafen greift er nach meiner Hand und drückt mich ganz eng an sich.

Nicht immer bin ich nach solch einer melancholischen Phase klüger geworden, aber ich habe mich auf dieser Reise wohlgefühlt!!!
 

teddyBÄR

08/15.

 

Mein Leben.

Dynamisch,

aus dem

Ansatz heraus.

Gestern Lunge,

heute Magen und

morgen Herz.

Jeder Tag,

andere Funktion.

 

Berlin-Potsdam-Siegen.

Schienen und

Asphalt,

Neuro-Transmitter

in andere

Lebenswelt.

 

Zeit rast 

durch Adern.

Transformation

von Kindheit

ins hohe Alter.

Jeder Pulsschlag

eine Sekunde

näher der Zukunft.

 

Die Reste

meiner Vaterrolle,

verborgen

in der Liebe

meines Sohnes.

Er wird älter,

ich werde alt.

Wo ist die Welt,

die ich für ihn

erträumte?

Sehnsucht

=

08/15 Teddybär

auf dem Gipfel

meines Scheiterns.

 

Pascale A.

Berlin, Februar 2016/April 2016 
25.4.16 22:10


Eintrag 967

Ein bisschen Ich.

Teil 9. Pascale, der Diplomat und Konfliktlöser.

In Teil 1. dieser Rubrik hatte ich diese Eigeschaft von mir unter meinen charakterlichen Vorteilen aufgeführt.

Damals schrieb ich "Ein Diplomat durch und durch. Wenn sich Menschen (Freunde, Bekannte usw.) in Konflikten mit anderen Menschen befinden, kommen sie manchmal auf mich zu und bitten um Vermittlung oder ich versuche selbst zu vermitteln, wenn ich es für nötig halte. Ich kann auf Fremdkonflikte oft beruhigend einwirken, leider gelingt mir das nicht bei meinen Konflikten mit anderen Menschen.

Ich versuche Menschen, die in Konflikten mit anderen auf mich zu kommen, verschiedene Betrachtungsweisen auf eine bestimmte Situation aufzuzeigen. Dabei nehme ich die Rolle der anderen Partei ein und bringe damit denjenigen, mit dem ich gerade spreche, ungewollt auf die Palme. Das ist keine böse Absicht, ich möchte nur das Gesamtbild eines Konfliktes erforschen und Dinge hinterfragen."

Woher kommt diese Eigenschaft, dass ich gern in Konflikten vermittele? Ich vermute, dass hängt mit meiner Harmoniebedürftikgeit und Großzügigkeit zusammen. Grundsätzlich mag ich keinen Streit, was aber nicht bedeutet, dass ich meinen Standpunkt nicht vertrete. Ich vertrete selbstverständlich meine Meinung, nur auf eine andere Art und Weise, als einen Streit hervorzurufen.

Wenn ich streite, dann gern konstruktiv und nicht persönlich. Ich konnte schon viele Konflikte lösen und Freundschaften retten. Leider wird mir diese charakterliche Eigenschaft gelegentlich negativ ausgelegt bzw. sie wirkt im Extremfall als "weicheierig". Ich bin jedoch alles andere als ein Weichei:-) Wer mich lange kennt, wird das bestätigen können.

Ich höre mir gern andere Meinungen in einer Freundschaft, Partnerschaft oder in der Familie an. Wenn ich mit dieser Meinung kein Problem habe, nehme ich gern Kritik an oder ich tue jemanden einen Gefallen, wenn er mich darum bittet. Auf der anderen Seite kann ich auch sehr durchsetzungsstark sein, wenn mir etwas widerstrebt oder ich eine Meinung gar nicht teilen kann! Ich setze mich jedoch eher subtil und weniger lautstark durch, das ist der Unterschied!

Mir ist es wichtig, Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen, wenn es nicht sein muss. Grundsätzlich kann ein Streit aus positiv sein, so eine Art "reinigendes Gewitter". Es macht auch keinen Sinn, Konflikte in sich reinzufressen, sondern man sollte mit demjenigen, mit dem man den Konflikt hat, auch reden.

Unabhängig von zwischenmenschlichen Problemen, die immer auftauchen können, sind z.B. Medien wie SMS oder E-Mail sogenannte Konfliktbeschleuniger, denn es hängt oft von der Tagesstimmung des Empfängers einer Nachricht ab, WIE er einen Textinhalt interpretiert!!!

Wenn ich um Rat gefragt werde, wie sich Meinungsverschiedenheiten lösen lassen können, so rate ich gern zum persönlichen Kontakt. Das persönliche Gespräch oder ein Telefonat sind in einer konfliktbehafteten Situation förderlich, besser ist noch, wenn ein Mediator herangezogen wird.

Einen allgemeingültigen Ratschlag, wie man einen Streit lösen kann, gibt es nicht. Die Lösung hängt fast immer von den Charakteren und weiteren Umständen ab.

Ich fühle mich jedoch geehrt, wenn ich um Rat oder Vermittlung gefragt werde! 

25.3.16 18:10


Eintrag 962

Ein bisschen Ich.

Teil 8. Alles fließt.

In der Kunst und Literatur gab es sicherlich viele Beiträge über "die Zeit" mit ihrer vergänglichen Art. Hier formuliere ich anhand einer kurzen Geschichte meinen Beitrag zur Vergänglichkeit, welche die Zeit mit sich bringt. Bitte Eintrag 949 vorher lesen!

Mein Leben ist organisch, dynamisch und alle Elemente in ihm scheinen zu fließen.

Stellt Euch vor, man hätte in meinem Geburtsjahr 1974 einen kleinen Stock in die Quelle eines  Flusses geworfen.

Dieser Stock ist auf seinem Weg zur Meeresmündung, seinem Ziel und Ende, an vielen Wiesen, Feldern, Städten und Schiffen vorbeigetrieben. Er blieb an zahlreichen Ästen hängen, frohr oft im Ufer-Schilf ein und trieb im Frühling des Flusses weiter.

Es fiel ihm nicht immer leicht auf Kurs zu bleiben.


Sommer, Winter, Regen und Sonnenschein haben ihn reifen lassen. Wann der kleine Stock die Meeresmündung erreicht, ist unklar. Vielleicht schwimmt morgen ein Hund in den Fluss und holt ihn aus dem Wasser? Vielleicht zerfällt er in zwei Jahren, weil er aufgeweicht ist? Die Witterung ließ ihn an einigen Stellen morsch werden. Auch der Fluss veränderte den Stock gewaltig. Er begenete auf seinem Weg vielen Möwen, Schwänen, Fröschen und Fischen im Wasser sowie Blumen am Ufer. 

Erinnerungen sind sein ständiger Begleiter. Er liebt es, sich an schönen Momenten und Augenblicken seines Weges zu erfreuen. Gern möchte der Stock an traurigen Tagen zurückblicken.

Auf seinem Weg war er ein Held, Superstar, POPP-Idol und Versager, je nach Betrachtungsweise seines Umfeldes. Manche wollten ihn immer festhalten und legten ihn dann wieder in den Fluss. Er kann niemandem böse sein, denn alles ist Moment, Augenblick und fließt. Jedes Gefühl ist Sekunde. Der Stock genießt und akzeptiert seinen Weg als Ziel. Gewinn und Scheitern sind immer eine Voraussetzung, ein Leben weit!

Viele Entscheidungen, die er in verschiedenen Situationen getroffen hat, kann er nicht mehr rückgängig machen. Viele Entscheidungen, die andere für ihn getroffen haben, kann er nicht nachvollziehen. Er bereut so manches Fehlverhalten.

Doch alle Elemente in seinem Leben sind interdependent und fließen. Alles ist zeitgleich in Bewegung. Das Bewegungsfeld ist der Fluss, in dem er treibt und getrieben wird.

Der Stock lernte, dass er nur treiben kann, wenn er nicht festhält, egal in welcher Situation. Er genießt jeden Moment, den er fließt und zusammen mit dem Zeit-Fluss verschmilzt, denn nur in diesen Augenblicken ist er wirklich frei. Augenblicke sind die Quelle jeder Sinnlichkeit.

 

17.3.16 19:44


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